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02.01.2008

16:26 Uhr

Berlin, Köln und Hannover haben die Umweltzone eingeführt

Noch gibt es keine Punkte in Flensburg

Die Umweltzone mit Plakettenpflicht und eingeschränkten Fahrverboten gilt seit Jahresbeginn in Berlin, Köln und Hannover. Weitere Städte sollen im Lauf des Jahres und später folgen - zum 1. März zum Beispiel Mannheim und Stuttgart. Eine Liste gibt es auf der Internetseite des Umweltbundesamts. Nachfolgend Eckdaten zu den drei Städten, in denen bereits Plakettenpflicht herrscht.

In BERLIN wird die Umweltzone durch den S-Bahn-Ring um die Innenstadt begrenzt. Etwa drei Viertel der rund 1,2 Millionen in Berlin zugelassenen Autos haben bis jetzt eine Plakette. Hier wird die Polizei erst ab 1. Februar gegen Plakettensünder vorgehen, die dann mit 40 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen müssen. Eine Sprecherin sagte am Mittwoch, zunächst würden Plakettensünder auf ihr Fehlverhalten hingewiesen, aber es gebe keine Sanktionen.

In KÖLN umfasst die zum 1. Januar eingerichtete Umweltzone weite Teile der Innenstadt sowie der rechtsrheinischen Stadtteile Deutz und Mülheim. Nach Angaben der Stadt sind derzeit etwa sieben Prozent der Fahrzeuge in Köln und Umgebung technisch nicht so ausgerüstet, dass sie eine Schadstoffplakette erhalten könnten. Hier dauert die Kulanzphase bis 31. März.

Für private Anwohner Kölns gibt es eine Einführungsphase bis 30. Juni, in der ohne weitere Prüfung eine Ausnahmegenehmigung ausgestellt wird. Zudem gebe es einen Katalog von Ausnahmegenehmigungen und besonderen Regelungen für Handwerker und medizinisch notwendige Fahrten, erklärte die Stadt.

In HANNOVER umfasst die Umweltzone die Innenstadt und alle angrenzenden Stadtteile - mehr als ein Drittel der Stadtfläche der Stadt. Nach Angaben von Stadtsprecher Karlheinz Utgenannt wohnen in der Zone etwa 220.000 der 500.000 Einwohner Hannovers.

5,3 Prozent der in Hannover zugelassenen Pkws und immerhin 30,4 Prozent der Lkws dürfen die Umweltzone nicht befahren. Bis zum Jahr 2010 wären sogar knapp 20 Prozent der Pkws und 98 Prozent der Lkws von dem Fahrverbot betroffen, wenn sie bis dahin nicht mit moderner Filtertechnik nachgerüstet sind.

Zunächst ändert sich an der Leine für die Autofahrer wenig. Die Stadt will bis Ende April keine Bußgelder verhängen. Stattdessen werden Autofahrer ohne Plakette von der Polizei über die Plakettenpflicht informiert. An parkende Fahrzeuge ohne Plakette verteilen die Politessen der Stadt Flyer zum Thema Feinstaub.

Nach Angaben von Stadtsprecher Utgenannt hat allein die Stadt über ihre Bürgerämter bereits 40.000 Plaketten ausgegeben. „Pro Tag verkaufen wir derzeit 1.000 Plaketten“, sagte Utgenannt am Mittwoch. Hinzu kämen noch die über TÜV, Auto-Werkstätten oder Tankstellen verkauften Exemplare.

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