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20.10.2012

10:08 Uhr

Berufspendler

Umziehen statt große Distanzen fahren

Quelle:MID

Der Anstieg der Spritkosten führt dazu, dass Berufspendler jetzt schneller die Umzugskisten packen als früher. Die Schmerzgrenze bei der Entfernung ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken.

Die Schmerzdistanz, ab der Pendler zum Umzugskarton greifen sinkt immer weiter. MID

Die Schmerzdistanz, ab der Pendler zum Umzugskarton greifen sinkt immer weiter.

NürnbergDer Anstieg der Spritkosten führt dazu, dass Berufspendler jetzt schneller die Umzugskisten packen als früher. Dabei muss aber die Entfernung zum Arbeitsplatz größer sein als 70 Kilometer. Die Distanz, die Berufstätige zu Pendeln bereit sind sei innerhalb von nur zwei Jahren um 28 Prozent auf nur noch 70 Kilometer gesunken, wie das Immobilienportal immowelt anhand einer Umfrage herausgefunden hat.

Noch im Jahr 2010 tolerierten deutsche Arbeitnehmer eine tägliche Distanz von rund 98 Kilometern bis zur Arbeitsstätte. Diese gesunkene Toleranz ist fast identisch mit dem Anstieg der Spritkosten im selben Zeitraum von bis zu 27 Prozent. Da 58 Prozent der deutschen Pendler für ihren Arbeitsweg auf Auto oder Motorrad angewiesen sind, ist es kaum verwunderlich, dass das Budget durch Umzug geschont werden soll.

Dabei gilt es allerdings zwischen Altersgruppen zu differenzieren. Während die arbeitende Bevölkerung im Alter von 31 bis 50 Jahren derzeit bereit ist, Anfahrten von rund 73 Kilometer in Kauf zu nehmen, greifen die 18- bis 30-Jährigen bereits ab 65 Kilometern zum Umzugskarton. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die höhere Altersschicht durch Familie und eigene Immobilen stärker an den Wohnort gebunden sind. Die Pendler ab 51 Jahren haben in den meisten Fällen die Karriereplanung abgeschlossen und wollen maximal 70 Kilometer pro Strecke unterwegs sein.

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