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23.01.2015

11:28 Uhr

Betrunken aufs Fahrrad - Wo liegt die Grenze?

Voll in die Pedale

Quelle:dpa

Wenn es zu einer feucht-fröhlichen Runde geht, schwingen sich viele aufs Fahrrad. Denn da liegt der Alkohol-Grenzwert höher als beim Auto. Experten fordern ein neues Limit.

Besser aufs Bier verzichten: Betrunken Radfahren ist gefährlich. dpa

Besser aufs Bier verzichten: Betrunken Radfahren ist gefährlich.

GoslarAngetrunkene Radfahrer schieben ihr Velo besser nach Hause. Dazu rät Christian Kellner, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Die rechtliche Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit liege für Radler zwar bei 1,6 Promille - ab diesem Blutalkoholwert verlieren sie auch ihren Autoführerschein. Gröbere alkoholbedingte Fahrfehler beginnen aber früher, sagte Kellner im Vorfeld des Verkehrsgerichtstages 2015 in Goslar.

Bußgelder für Radfahrer

5 Euro

Freihändig Fahren; Mitnehmen von Kindern über sieben Jahren oder von Erwachsenen.

10 Euro

Aufmerksamkeit durch Musik aus Kopfhörern beeinträchtigt.

15 Euro

Bremse oder Klingel funktionieren nicht; Radeln in einer Fußgängerzone.

20 Euro

Licht funktioniert nicht; beschilderten Radweg nicht benutzt; auf dem Radweg in falscher Richtung unterwegs.

25 Euro

Haltezeichen von Polizisten nicht beachtet; Telefonieren mit einem Handy beim Radfahren.

40 Euro

Fehlverhalten gegenüber Fußgängern am Zebrastreifen.

60 Euro

Missachten des Ampel-Rotlichts.

100 Euro

Die missachtete Ampel war länger als eine Sekunde auf Rot.

350 Euro

Bahnübergang trotz geschlossener Halbschranke überquert.

Wer Alkohol getrunken hat und einen Unfall verursacht, muss laut dem DVR-Chef mit Sanktionen rechnen, auch wenn er weniger als 1,6 Promille intus hat. Eine aktuelle Studie zeige, dass es ab mehr als 0,8 Promille zu einer deutlichen Zunahme von groben Fahrfehlern kommt, die nüchterne Radler nicht machen. Im Jahr 2012 waren mehr als 3700 betrunkene Fahrradfahrer an Verkehrsunfällen mit Personenschaden beteiligt.

Kommentare (1)

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Herr Eberhard Steinweg

23.01.2015, 18:42 Uhr

10 angesoffene Radfahrer pro Tag bundesweit, die ihren eigenen Personenschaden erzeugen, da ist der Ruf nach Polizei-Kontrollen und Gesetzen angebracht. Angesoffen und zu Fuss, da sollte man ab 0.5 Promill eine Helmpflicht einfuehren. Wichtig ist eine grossflaechige Polizei-Ueberwachung.

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