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16.01.2007

09:49 Uhr

Handy dpa

Das Handy hilft bei der Standortbestimmung. (Bild: Schierenbeck/dpa/gms)

dpa DÜSSELDORF. Handy-Besitzer können sich registrieren lassen, damit Rettungskräfte sie im Notfall möglichst schnell orten. In Deutschland würden täglich 60 000 Notrufe per Handy abgesetzt, berichtete das Mobilfunkunternehmen Vodafone am Montag in Düsseldorf.

Die kostenlose Registrierung könne die Standort-Bestimmung des Anrufers unabhängig vom Netzbetreiber erheblich beschleunigen. Sie sei möglich unter der kostenlosen Rufnummer (0 800) 10 11 599, im Internet bei der Björn-Steiger-Stiftung (www.steiger-stiftung.de) und in allen Vodafone-Shops.

Sehr viele Betroffene könnten in Notsituationen nicht genau angeben, wo sie sich befinden - etwa bei einem Verkehrsunfall in einer für den Verletzten unbekannten Gegend. Bis die Retter das Opfer dann finden, vergehe oft wertvolle Zeit.

Das Ortungssystem „Lifeservice“ der gemeinnützigen Steiger-Stiftung misst anhand der Signalstärke mehrerer umliegender Funkmasten, in welcher Funkzelle sich das Handy des Anrufers befindet. Bei Handys mit GPS-Technik ist auch eine Satelliten-Peilung mit deutlich genauerer Ortsangabe möglich. Geht bei einer Leitstelle über die Rufnummern 112 oder 110 ein Notruf ein, wird das Gerät dann anhand der Handy-Nummer geortet. Die Berliner Feuerwehr setzt das System bereits seit einigen Wochen ein.

Die Stiftung setzt sich seit 1969 für die Verbesserung der Notfallhilfe in Deutschland ein - unter anderem trieb sie die Einführung der einheitlichen Notrufnummern voran. Der Namensgeber Björn Steiger starb nach einem Verkehrsunfall. Obwohl sofort Hilfe angefordert wurde, dauerte es mehr als eine Stunde, bis der Krankenwagen eintraf.

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