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09.11.2011

14:47 Uhr

BMW-Großroller

Die Enkel des C1 treten an - mit 60 PS

Quelle:dpa

BMW nimmt mit den Modellen C 600 Sport und C 650 GT neuen Anlauf auf den Großrollermarkt . Die Bayern präsentieren ihre frischen Zweisitzer zurzeit auf der Motorradmesse EICMA in Mailand.

Neue Großroller von BMW: Unterm Kunststoffkleid der neuen C 650 GT (links) und C 600 Sport (rechts) arbeitet der gleiche Motor. Der Antrieb aus der F 650 GS leistet 60 PS. Pressefoto

Neue Großroller von BMW: Unterm Kunststoffkleid der neuen C 650 GT (links) und C 600 Sport (rechts) arbeitet der gleiche Motor. Der Antrieb aus der F 650 GS leistet 60 PS.

MailandNach dem schnellen Aus für den überdachten Motorroller C1 im Jahr 2003 wird BMW nach eigenen Angaben ab nächstem Frühjahr neue Maxi-Scooter anbieten - diesmal ohne Dach und mit mehr Leistung: den C 600 Sport und C 650 GT. Bei den beiden Fahrzeugen, die BMW auf der Motorradmesse Eicma in Mailand (Publikumstage: 10. bis 13. November) enthüllt hat, handelt es sich im Grunde genommen um zwei Varianten eines Rollers: eine für Tourenfahrer und eine für sportlich ambitionierte Piloten.

Die Modellkürzelung ist irreführend: Den C 600 Sport und den C 650 GT treibt der gleiche Reihenzweizylinder mit 647 Kubikzentimetern Hubraum und elektronischer Benzineinspritzung an. Das neu entwickelte Aggregat soll 60 PS leisten und auf ein maximales Drehmoment von 66 Newtonmetern kommen.

Das Schalten übernimmt jeweils eine stufenlose Automatik. In 7,1 Sekunden beschleunigt die Sportvariante auf 100 km/, der GT benötigt dafür 7,5 Sekunden. Bei beiden beträgt die Höchstgeschwindigkeit 175 km/h.

Unterschiede gibt es bei Ergonomie, Design und Ausstattung: Die Verkleidung fällt beim GT-Modell üppiger aus als bei der Sportversion. Das gilt auch für den Stauraum im Heck mit insgesamt rund 60 Litern Volumen beim GT. Das größere Windschild des Tourers lässt sich elektrisch verstellen, dahinter sitzt der Fahrer niedriger und aufrechter als bei der Sportversion. Diese ist mit 249 Kilogramm etwas leichter und mit 2,15 Metern rund sechs Zentimeter kürzer.

Bei der Fahrwerkskonstruktion setzt BMW auf einen verwindungssteifen Hybridverbund aus Stahlrohr-Brückenrahmen und Aluminiumdruckgusseinheit. Vorne arbeitet eine 40 mm Upside-down-Gabel, hinten kommt eine Einarmschwinge mit linksseitig und liegendem Federbein zum Einsatz (Federwege jeweils 115 mm). ABS ist serienmäßig. LED-Tagfahrlicht wird als Option angeboten. Beim C 600 Sport kommt zudem als Weltneuheit das so genannte Flexcase zum Einsatz. Eine Klappe im Heckboden unter der Sitzbank ermöglicht bei stehendem Fahrzeug die Vergrößerung des Stauraums. So können zum Beispiel zwei Helme im Fahrzeug deponiert werden. Der GT verfügt in seinem größeren Heck über ein Staufach mit rund 60 Liter Volumen. Pressefoto

Bei der Fahrwerkskonstruktion setzt BMW auf einen verwindungssteifen Hybridverbund aus Stahlrohr-Brückenrahmen und Aluminiumdruckgusseinheit. Vorne arbeitet eine 40 mm Upside-down-Gabel, hinten kommt eine Einarmschwinge mit linksseitig und liegendem Federbein zum Einsatz (Federwege jeweils 115 mm). ABS ist serienmäßig.

LED-Tagfahrlicht wird als Option angeboten. Beim C 600 Sport kommt zudem als Weltneuheit das so genannte Flexcase zum Einsatz. Eine Klappe im Heckboden unter der Sitzbank ermöglicht bei stehendem Fahrzeug die Vergrößerung des Stauraums. So können zum Beispiel zwei Helme im Fahrzeug deponiert werden. Der GT verfügt in seinem größeren Heck über ein Staufach mit rund 60 Liter Volumen.

Serienmäßig sind beide Roller mit ABS-Bremsen, Bordcomputer, Parkbremse und geregeltem Katalysator ausgestattet. LED-Tagfahrlicht kostet extra. Die Preise will BMW erst kurz vor der für Anfang April 2012 geplanten Markteinführung bekanntgeben.

Kommentare (1)

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EnkelC1

09.11.2011, 23:30 Uhr

Mit einem "Enkel der C1" hat es NICHTS zu tun. BMW erweitert das Spektrum um 2 Rollermodelle. Das ist das Ausbessern von "weiße Flecken" im Produktprogramm. Die Absatzstatistiken geben den Marktdruck vor. Vermengt man Rollerabsatz- mit Motorradabsatzlisten, ist ein starker Rollermarkt festzustellen. Diesen Markt einfach links liegen lassen, wäre ein grober wirtschaftlicher Fehler. Dieser "weiße Fleck" wurde nun geschlossen. Ein anderer weißer Fleck liegt in fehlenden Choppermodellen und in einem fehlenden C1-Nachfolger. Die beiden jetzigen Rollermodelle sind keine C1 Nachfolger. Für einen C1 Nachfolger würde sich ein E-Roller eignen plus den hohen Sichterheitsmerkmalen vom C1. Diesen gibt es leider (noch) nicht.

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