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21.01.2014

14:40 Uhr

BMW M235i

Der letzte Sechser

VonPatrick Broich
Quelle:Spotpress

Das neue BMW 2er-Coupé schickt sich an, ein würdiger Nachfolger für das eigenwillig gestylte 1er-Coupé zu werden. Ein besonderer Leckerbissen ist und bleibt sein Reihen-Sechszylinder. Den gibt es aber nur im Top-Modell.

Fahrbericht: BMW M235i - Sechs in einer Reihe BMW

Eine echte Rennmaschine: Der M235i kommt außerordentlich sportlich daher.

MünchenDas Thema Downsizing hat auch eine gestandene Autofirma wie BMW getroffen und erschüttert. Von wegen Sechszylinder, wohin das Auge reicht – die beliebte wie legendäre Saugerversion ist längst durch einen aufgeladenen Vierzylinder ersetzt. Aber so ganz aufgeben will die Traditionsmarke ihren am geschmeidigsten agierenden Reihenmotor nicht und setzt ihn nach wie vor auch in der Kompaktklasse ein. Diese heißt dann – sofern sie als Coupé antritt – M235i und macht mit 18-Zöllern, markant-blauen Bremssätteln sowie einer dezenten Spoiler-Lippe auf sich aufmerksam. Der Spaß mit 240 kW/326 PS kostet mindestens 43.750 Euro und benötigt rund acht Liter Sprit je 100 km gemittelt.

Günstiger fällt der Zweier-Einstieg mit dem 220i (ab 29.950 Euro) aus, und wer das mindestens 32.500 Euro teure 220d Coupé ordert, fährt am sparsamsten mit lediglich viereinhalb Litern Diesel pro 100 km. So ganz nebenbei übrigens haben die Oberbayern die Bezeichnung geändert, denn strenggenommen handelt es sich beim 2er-Coupé um nichts anderes als den Nachfolger des bisherigen 1er-Coupés. Ein bisschen größer ist es schon geworden, und mehr Radstand hat es auch. Dessen drei zusätzliche Zentimeter kommen der Beinfreiheit im generell eher knapp geschnittenen Fond zu Gute.

Eine kleine Sitzprobe zeigt: Man kann es in den gemütlichen Stühlen der zweiten Reihe problemlos aushalten, möchte für lange Fahrten aber doch lieber nach vorn. Also schnell die Möbel in die richtige Position rücken und losfahren. Bereits auf den ersten Metern macht sich bemerkbar, was Fahrwerker Kurt Meier bereits prophezeit hat.

Die Bestseller von BMW

Platz 10

X6 - 36.668 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2013

Das Crossover aus SUV und Coupé wurde 2012 überarbeitet und verfügt serienmäßig über einen Allradantrieb. Bei den Kunden verkaufte sich das Dickschiff im Jahr 2013 um 16 Prozent schlechter.

Platz 9

7er - 56.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Luxuslimousine von BMW konkurriert mit der neuen S-Klasse und dem Audi A8. Im vergangenen Jahr verkaufte sich das Spitzenmodell schlechter. Der Verkäufe sanken um 5,4 Prozent.

Platz 8

Mini Countryman - 101.897 verkaufte Fahrzeuge

Der kleine Crossover der britischen Tochter wird im BMW-Auftrag vom österreichischen Zulieferer Magna Steyr gefertigt. Im Jahr 2013 stagnieren die Verkäufe mit einem leichten Minus von 0,4 Prozent.

Platz 7

X5 - 107.231 verkaufte Fahrzeuge

Der dritte Generation des SUVs ging erst im vergangenen Jahr an den Start. Die Verkäufe im zweiten Halbjahr sanken trotzdem leicht um 1,2 Prozent.

Platz 6

Mini Hatch - 128.498 verkaufte Fahrzeuge

Der Klassiker ist auch in seiner Neuauflage seit Jahren ein Verkaufsschlager. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Absatz trotzdem um 2,3 Prozent.

Platz 5

X3 - 157.303 verkaufte Fahrzeuge

Es gibt kaum ein Segment im Automarkt, das derart boomt wie die Kompakt-SUVs. Davon sichert sich BMW ein dickes Stück. Im Jahr 2013 steigen die Verkäufe um 5 Prozent, damit macht der kompakte Geländewagen zehn Prozent des BMW-Umsatzes aus.

Platz 4

X1 - 161.353 verkaufte Fahrzeuge

Seit 2012 wird der kleinste SUV von BMW auch in China produziert. Um satte 9,2 Prozent legten die Verkäufe im Gesamtjahr zu.

Platz 3

1er - 213.611 verkaufte Fahrzeuge

Die Kompaktklasse war jahrelang ein Zugpferd des Wachstums. Mittlerweile sinkt der Absatz aber wieder. Im Jahr 2013 gingen die Verkäufe um 5,8 Prozent zurück. 72 Prozent aller verkauften 1er sind Fünftürer.

Platz 2

5er - 366.992 verkaufte Fahrzeuge

Die Mittelklasse bei BMW kommt in drei Varianten daher. Limousine, Touring und Gran Turismo verkauften sich im Jahr 2013 insgesamt um 2,2 Prozent besser.

Platz 1

3er - 500.332 verkaufte Fahrzeuge

Der Bestseller von BMW kommt mittlerweile in fünf Varianten daher. Limousine, Touring, Coupé, Cabrio und Gran Turismo verkaufen sich 30,2 Prozent besser als im Vorjahr. Den Großteil machen Limousine und Touring-Varianten aus.

Der Zweier ist ein Ausbund an Drahtigkeit – vor allem mit dem einen Zentimeter tiefer liegenden M Sportfahrwerk (serienmäßig beim M235i). Da BMW für erste Testrunden alleine das Topmodell mitgebracht hat, ist festhalten angesagt. Das kompakte, über die Hinterräder angetriebene Coupé giert nach Kurven und fliegt um die Ecken, als gebe es kein Morgen mehr. Mit beherztem Gaseinsatz durch Windungen tänzeln funktioniert, aber bitte nur bei entsprechender fahrerischer Kompetenz – dazu muss der elektronische Rettungsanker nämlich deaktiviert werden. Im Zweifel tut es auch Stufe I, dann spricht die Stabilitätskontrolle später an und erlaubt sogar kleine Drifts, bis das Heck durch gezielte Bremseingriffe wieder sicher eingefangen wird. Dabei kann selbst ein 235er relativ zivilisiert durch den Alltag kommen, ohne seine Insassen über Gebühr zu strapazieren.

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