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01.02.2014

12:03 Uhr

Bonussystem

ADAC verteidigt Leistungsprämie für Gelbe Engel

Angeblich soll der ADAC seine Pannenhelfer dazu anhalten, möglichst viele Batterien zu verkaufen – auch wenn der Kunde die gar nicht brauche. Der ADAC verteidigt nun sein Prämiensystem für Pannenhelfer.

Ein ADAC-Pannenhelfer in Bochum: Für die Mitarbeiter der Straßenwacht gibt es eine Leistungsprämie mit mehreren Leistungsbausteinen. dpa

Ein ADAC-Pannenhelfer in Bochum: Für die Mitarbeiter der Straßenwacht gibt es eine Leistungsprämie mit mehreren Leistungsbausteinen.

MünchenNach Medienberichten über ein angebliches Bonussystem für den Austausch von Batterien bei Autopannen hat der ADAC sein Prämiensystem für Pannenhelfer verteidigt. Für die Mitarbeiter der Straßenwacht gebe es eine Leistungsprämie mit mehreren Leistungsbausteinen, erklärte eine Sprecherin des Autoclubs am Samstag auf Anfrage von AFP. Der Austausch der Batterie sei nur ein Baustein der Prämie und mache nur ein Bruchteil des Gesamtgehalts aus.

„Konkret heißt das, dass es keine Prämie pro Batterie gibt“, erklärte die Sprecherin. Auch eine zusätzliche Leistungsprämie bei der Überschreitung einer bestimmten Anzahl ausgetauschter Batterien sei nicht vorgesehen. Die Leistungsprämie solle nur eine zusätzliche Motivation sein, um eine bestmögliche Qualität bei der Pannenhilfe zu gewährleisten. Am Gesamtgehalt der Pannenhelfer habe die Leistungsprämie nur einen Anteil im mittleren einstelligen Prozentbereich. Zudem erziele der ADAC keinen Gewinn mit dem Austausch der Batterien.

Nach Berichten der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagsausgabe) und des NDR-Magazins „Panorama“ gaben Pannenhelfer an, es gebe Druck vom ADAC, möglichst viele Batterien zu verkaufen. Ein früherer Mitarbeiter erklärte demnach, Autofahrern würden Batterien aufgeschwatzt, die sie nicht brauchten oder anderswo günstiger kaufen könnten.

Der ADAC steht derzeit wegen immer neuer Enthüllungen in der Kritik. Die Debatte begann damit, dass der Club Manipulationen bei der Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen“ einräumen musste. Später bestätigte der ADAC unter anderem auch die Nutzung von vereinseigenen Rettungshubschraubern für Dienstreisen des Präsidiums.

Von

afp

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