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05.01.2006

14:38 Uhr

Branche kämpft um Marktanteile

US-Autobauer verlieren vor der eigenen Haustür

Ein rabenschwarzes Jahr haben die amerikanischen Autobauer 2005 auf ihrem Heimatmarkt erlebt: Ihr Marktanteil sank auf 56,9 Prozent und damit auf den bisher tiefsten Stand, im Vorjahr waren es noch 61,7 Prozent gewesen.

Auch der neue Ford Mustang konnte dem angeschlagenen US-Konzern keine Vorteile auf dem Heimatmarkt verschaffen. Foto: dpa

Auch der neue Ford Mustang konnte dem angeschlagenen US-Konzern keine Vorteile auf dem Heimatmarkt verschaffen. Foto: dpa

HB DETROIT. Vor allem die asiatischen Hersteller machten General Motor und Co. das Leben schwer. Aber auch die deutschen Autobauer konnten bis auf Volkswagen teilweise deutlich zulegen.

So verbesserte beispielsweise Audi nach Angaben der US-Organisation Autodata seinen Absatz um 7 Prozent. Der Sportwagenhersteller Porsche verkaufte nach eigenen Angaben in Nordamerika 33.859 Fahrzeuge (plus 2 Prozent) und damit so viel wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte, auch wenn der Absatz des Erfolgsmodells Cayenne um 24 Prozent auf 14.524 Fahrzeuge sank.

Einen deutlichen Rückgang von 12,5 Prozent auf 224.195 Fahrzeuge musste dagegen Volkswagen in den USA hinnehmen. Im Dezember stieg der Absatz allerdings um 20,9 Prozent auf fast 26.000 Exemplare.

Der Amerika-Chef der Marke, Adrian Michael Hallmark, sieht damit die Trendwende gekommen, weil die Modelle Jetta und Passat in immer mehr Varianten verfügbar seien, wie er auf einer Automesse in Los Angeles erklärte.

BMW setzte im vergangenen Jahr 4 Prozent mehr Fahrzeuge in den USA ab und Mercedes-Benz verzeichnete ein Plus von 2 Prozent. Die zu DaimlerChrysler gehörende US-Marke Chrysler konnte ihren Absatz sogar um 5 Prozent verbessern. Dazu trug nach Angaben des Unternehmens vor allem der Erfolg von Modellen wie Chrysler 300 Sedan und Town & Country Minivan bei.

Konkurrent General Motors musste dagegen einen Absatzrückgang von 4 Prozent hinnehmen, besonders bitter: Der Pkw-Absatz ging um 7 Prozent zurück. Auch Ford verzeichnete einen Rückgang um 4 Prozent, die Nachfrage nach Trucks und sportlichen Geländewagen sei wegen der hohen Spritpreise gesunken, erklärte das Unternehmen.

Die japanischen Autobauer Toyota und Nissan Motor sowie der südkoreanische Hersteller Hyundai konnten dagegen 9 Prozent und mehr Fahrzeuge in den USA verkaufen. Der Marktanteil der asiatischen Marken insgesamt verbesserte von 34,6 auf 36,5 Prozent.

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