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23.08.2011

16:04 Uhr

BYD

Chinesisches Elektroauto erst 2012 in Europa

Der chinesische Hersteller BYD wird sein Elektroauto e6 zunächst nicht in Europa und den USA anbieten. Der Verkauf beginnt erst im nächsten Jahr. Es ist nicht die einzige schlechte Nachrichte des Autoherstellers.

Ein e6 bei der Motorshow in Detroit. Reuters

Ein e6 bei der Motorshow in Detroit.

HongkongDer mit Absatzeinbußen und Gewinneinbrüchen kämpfende chinesische Autobauer BYD tritt beim Export seines Elektroautos nach Europa und in die USA auf die Bremse. Der Verkauf des Elektrofahrzeugs e6 starte dort frühestens 2012, so das Unternehmen. BYD war Ende Juni mit viel Vorschusslorbeeren an die Shanghaier Börse gegangenen.

Zunächst werde das Auto, das eine ungewöhnlich große Reichweite von 300 Kilometern haben soll, in den kommenden Monaten lediglich Kunden in China, Hongkong und Singapur zum Kauf angeboten. Die Ausfuhr in die Übersee-Märkte sei erst ab 2012 vorgesehen.

Ursprünglich hatte der vom US-Milliardär Warren Buffett und seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway gestützte Autobauer den Verkaufsstart des Elektro-Geländewagens in den Industrieländern noch in diesem Jahr angepeilt. Auf dem Autosalon in Genf im März hatte BYD das Auto, dessen Akkus in nur 40 Minuten voll aufgeladen sein sollen, erstmals in Europa öffentlich vorgestellt. Mit dem Versorger RWE hatte BYD bereits im vergangenen Jahr für einen Flottenversuch in Deutschland eine Strom-Partnerschaft vereinbart.

Zusammen mit Daimler will BYD bis 2013 ein weiteres Elektroauto für chinesische Autokäufer entwickeln. Basis dafür soll die kompakte Mercedes-Benz B-Klasse sein.

Zuletzt verzeichnete BYD allerdings auf dem heiß umkämpften chinesischen Automarkt einen Absatzschwund: In der ersten Jahreshälfte lieferte BYD mit knapp 260.000 Autos 19 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum aus, obwohl der Automarkt in China weiter zulegte.

Zugleich kam die Rendite angesichts des harten Wettbewerbs auf dem mittlerweile weltgrößten Automarkt ins Rutschen, auch höhere Produktionskosten schlugen negativ zu Buche. In den ersten beiden Quartalen dieses Jahres schmolz der Nettogewinn um knapp 90 Prozent auf umgerechnet 29 Millionen Euro zusammen, im dritten Quartal könnten sogar Verluste anfallen, warnte das Management. Bei Konkurrenten wie Great Wall und Geely kletterten hingegen die Gewinne in der ersten Jahreshälfte.

Von

rtr

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