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21.01.2015

13:00 Uhr

Caravan-Hersteller

Apps halten Einzug ins Wohnmobil

Quelle:dpa

Wie die Autobauer versuchen die Caravan-Hersteller, ihre Fahrzeuge digital aufzurüsten. Kleine Helferlein, die man bereits aus dem Pkw kennt, werden verbaut. Offen ist, ob das tatsächlich neue Kunden bringt.

Schlaue Reisemobile: Mit der Software Knaus smartCI lassen sich verschiedene Parameter, wie Licht, Temperatur, Wasserstände in den Tanks und die Klimaanlage ablesen und teilweise steuern. dpa

Schlaue Reisemobile: Mit der Software Knaus smartCI lassen sich verschiedene Parameter, wie Licht, Temperatur, Wasserstände in den Tanks und die Klimaanlage ablesen und teilweise steuern.

StuttgartMit mehr technischer Hilfe und Komfort versucht die Caravan-Branche, neue Kunden anzuwerben: Assistenzsysteme und Apps halten Einzug in Wohnwagen und Wohnmobile. Damit zielt die Branche vor allem auf ihre Stammklientel, die im Schnitt gut 60 Jahre alt ist.

Die Menschen, die sich für Camping-Urlaub mit dem Reisemobil oder Caravan interessieren, werden nach Ergebnissen des Instituts für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) immer älter. Das stört die Branche (noch) nicht. „Die ältere Zielgruppe ist kaufkräftiger“, sagt Holger Siebert, Vorstandsmitglied beim Industrieverband CIVD.

Um ihr das Fahren zu erleichtern, rüsten die Hersteller vor allem Reisemobile mit kleinen Helferlein auf, die die Kunden auch aus dem Auto kennen. Spurhalteassistenten warnen den Fahrer, wenn er zu weit zur Seite abdriftet. Abstandswarner melden, wenn der Vordermann zu nahe kommt und Seitenwindassistenten lenken gegen, wenn eine Windböe das Gefährt auf die Nebenspur schiebt. 

„Alles was den Komfort erhöht, gibt einen Anreiz“, ist Tim Rüttgers, Technologie-Experte vom CIVD, überzeugt. Darüber hinaus setzen manche Hersteller inzwischen auf Apps, um den Komfort ihrer Fahrzeuge zu erhöhen. In Wohnmobilen lassen sich Licht und Heizung vom Tablet aus steuern. Wohnwagen können mit Hilfe einer Fernsteuerung mit dem Smartphone eingeparkt werden. 

Der Hersteller Knaus Tabbert stellt auf der Reisemesse Caravan Motor Touristik (CMT, noch bis 25. Januar) in Stuttgart verschiedene Reisemobile vor, deren Haustechnik mit Hilfe von Apps gesteuert wird. Andere Hersteller zögern noch. „Für den Mainstream ist das noch zu teuer“, sagt Dominik Suter, Chef des zur Hymer-Gruppe gehörenden Herstellers Dethleffs. Außerdem werden im Ausland möglicherweise Roaming-Gebühren fällig. 

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