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14.01.2015

14:38 Uhr

Carsharing-Studie

Wer älter wird, bevorzugt Eigentum

Zukunftsweisender Trend oder kurzfristiges Phänomen? In einer Studie zur Wachstumsbranche Carsharing stellt der TÜV Rheinland fest: Das eigene Auto wird nur vorübergehend zum Auslaufmodell.

Ein Auto kurzfristig mieten, statt es zu besitzen: Carsharing-Anbieter Car2Go hat international eine Million Nutzer. PR

Ein Auto kurzfristig mieten, statt es zu besitzen: Carsharing-Anbieter Car2Go hat international eine Million Nutzer.

DüsseldorfDas Modell, ein Fahrzeug nicht zu besitzen, sondern nur zu nutzen, wenn es aktuell erforderlich ist, gewinnt in Deutschland zunehmend Anhänger. Vor allem in Ballungszentren. Die Technikprüfer des TÜv gingen in einer aktuellen Studie der Frage nach, ob sich das Teilen eines Fahrzeugs durch verschiedene Nutzer für die Anbieter das Geschäft der Zukunft wird oder auf Dauer ein Nischenprodukt bleibt.

Die Antwort fällt überraschend deutlich aus: Carsharing wird ein fester Bestandteil zeitgemäßer Mobilität, aber der private Pkw wird mitnichten zum Auslaufmodell.

Der TÜV Rheinland und die Kölner Beratungsgesellschaft BBE hatten für ihre Studie folgende Fragen auf die Agenda gesetzt: Wie sieht es mit der Zukunft des Carsharings in Deutschland aus? – Entwickelt sich das Teilen eines Fahrzeugs in den nächsten Jahren für die Anbieter wirklich zum großen Geschäft oder bleibt es auf Dauer ein Nischenprodukt? Unzweifelhaft steht fest: Carsharing entwickelt sich als fester Bestandteil zeitgemäßer Mobilität. Freilich lassen sich viele der erwarteten enormen Wachstumsraten nicht realisieren.

Neue Modelle: Wie sich Carsharing wirklich lohnt

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Car-Sharing-Anbieter freuen sich über ein rasantes Wachstum. Doch um das tatsächlich vorhandene Marktpotenzial zu heben, müssen die Anbieter ihre Modelle noch besser machen.

Aktuell nutzen rund eine Million Autofahrer die Angebote auf dem Markt. Laut BBE-Prognose verdoppelt sich diese Zahl bis 2020. Mit politischer Unterstützung, Ausschöpfung der Potentiale von Mobilitätsportalen und Ausbau des noch in den Kinderschuhen steckenden „Corporate Carsharings“, wie die Nutzung von Firmenfuhrparks durch Mitarbeiter, könnte die Zahl der Nutzer am Carsharing bis zum Beginn des nächsten Jahrzehnts sogar auf drei Millionen steigen.

Mit einer Analyse des bestehenden Angebots weist die Studie auf die Unterschiedlichkeit der Modelle nach. Ein großer Teil des bisherigen Erfolgs geht auf die so genannten „Free Floater“ zurück, an denen sich große Hersteller in Kooperation mit Vermietern beteiligen. „Drive-Now“ (BMW/mini/Sixt) oder „Car2go“ (Daimler/Eurocar) bieten keine festen Mietstationen an.

Nutzer holen die Fahrzeuge auf öffentlichen Parkplätzen in bestimmten Regionen und stellen sie nach Gebrauch innerhalb des Geschäftsgebietes wieder ab. Die Buchung erfolgt online, per App oder Telefon-Hotline.

Zwischen Januar 2013 und Juli 2014 stieg die Zahl der Nutzer dieser Angebote, die über 5.900 Fahrzeuge verfügen konnten, um 347.000 auf 530.000. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl der Nutzer von stationsbasierten Anbietern („Flinkster“, „Cambio“, „Green Wheels“, „Citecar“ oder „BMW Carsharing“), die rund 9.500 Fahrzeuge bereitstellen, um lediglich 200.000.

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Das eigene Auto gilt vielen Menschen als Statussymbol. Egal, wie oft sie damit fahren, muss alle paar Jahre ein neues her. Doch immer mehr Verbraucher haben für solche Angeberei nichts mehr übrig. Sie verzichten lieber auf den eigenen Wagen und nutzen mit anderen ein Gemeinschaftsauto.

Das Modell des „Free Floating“ funktioniert allerdings auf dem Land gar nicht. Das private Carsharing mit einem Pool von etwa 11.000 Fahrzeugen und 90.000 Nutzern bleibt eine Randerescheinung.

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