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10.01.2005

07:43 Uhr

China-Geschäft enttäuscht - Neue Modelle sollen 2005 für Wachstum sorgen

Absatz-Flaute bei Citroën bremst französische PSA-Gruppe

Der Absatz des französischen Autokonzerns PSA Peugeot Citroën ist im vergangenen Jahr nur um 2,7 Prozent gewachsen. Nach Vorlage der Verkaufszahlen verlor die Aktie mehr als 2 Prozent.

ali PARIS. Gebremst wurde die Gruppe vor allem von der Marke Citroën, deren Absatz um 1,7 Prozent zurück ging. Die Marke Peugeot profitierte hingegen vom Start der erfolgreichen neuen Mittelklasse-Limousine 407 und legte um 5,9 Prozent zu. Insgesamt verkaufte PSA Peugeot Citroën im vergangenen Jahr 3,375 Mill. Fahrzeuge.

2003 hatte PSA Peugeot Citroën beim Absatzwachstum noch seinen Lokalrivalen Renault überflügelt, 2004 ist es anders herum: Renault steigerte seine Verkaufszahlen um 4,2 Prozent. Beide haben jedoch im Stamm-Markt Westeuropa Probleme. PSA erklärte seine Marktanteilsverluste damit, dass 2004 ein Übergangsjahr war, in dem viele neue Modelle auf den Markt gebracht worden sind. Zudem habe sich die Gruppe beim Rabattkrieg zurückgehalten und „die Rentabilität dem Volumen“ vorgezogen.

Den Tribut dafür zahlte vor allem die Marke Citroën. „Wir haben nicht mit einem solchen Rabattkrieg gerechnet, da der Gesamtmarkt schließlich gewachsen ist", räumte Claude Satinet, Generaldirektor von Citroën ein.

Auch das Geschäft in China machte Citroën 2004 wenig Freude: „China ist das Land der enttäuschten Hoffnungen“, sagte Satinet. Citroën verkaufte in China im vergangenen Jahr rund 26 000 Autos weniger als im Vorjahr. Das ist ein Rückgang von über 20 Prozent. Inklusive der Peugeot-Zahlen verzeichnete die Gruppe im China-Geschäft einen Rückgang um 13 Prozent.

In Deutschland hat PSA Peugeot Citroën immerhin weniger Boden verloren als Wettbewerber Renault: Der Marktanteil von PSA sank lediglich von 5,9 auf 5,6 Prozent. Die Analysten von Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) zeigten sich unter dem Strich dennoch zufrieden mit den Zahlen. Sie verweisen auf das starke Wachstum im vierten Quartal von 5,8 Prozent.

In diesem Jahr rechnen beide Marken mit einem Absatz-Plus von je rund 50 000 Fahrzeugen. Angesichts der Fülle von neuen Modellen, die 2005 auf den Markt kommen, halten die DrKW-Experten diese Prognose eines „moderaten Wachstums“ für konservativ. So startet dieses Jahr der neue Kleinwagen C1 (Citroën) bzw. der Plattformgleiche Peugeot 107 sowie der Minivan 1007. Gegen Ende des Jahres wird der neue 207 erwartet.

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