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22.01.2013

10:48 Uhr

Chronische Luftverschmutzung

Peking will Autoabsatz stärker limitieren

10.000 neue Autos pro Monat sind noch zu viel. Wegen der starken Luftverschmutzung in Peking will die Regierung nun die Autoverkäufe noch strenger reglementieren als bisher.

Bei diesem Verkehr und dem Smog wird der Traum vom eigenen Auto für Millionen von Pekingern schnell zum Alptraum. dpa

Bei diesem Verkehr und dem Smog wird der Traum vom eigenen Auto für Millionen von Pekingern schnell zum Alptraum.

Peking/DüsseldorfPeking will die starke Luftverschmutzung in der chinesischen Hauptstadt durch eine Beschränkung der Autoverkäufe und neue Heizungen in den Griff bekommen. Die Regierung werde das "übermäßige Wachstum" beim Autoabsatz kontrollieren und 180.000 alte Fahrzeuge in diesem Jahr von den Straßen verbannen, kündigte Pekings Bürgermeister Wang Anshun bei einer jährlichen Ansprache am Dienstag an.

Zugleich sollen die Heizungen von 44.000 alten, einstöckigen Häusern und Kohle-Öfen im Stadtzentrum durch emissionsärmere, moderne Heizsysteme ersetzt werden. Seit dem 1. Juli 2012 hat nach Schanghai, Peking und Guizhou auch die Stadt Guangzhou im Süden Chinas bereits den monatlichen Neuwagenverkauf auf maximal 10.000 Einheiten pro Monat beschränkt.

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Die chronische Luftverschmutzung in der chinesischen Hauptstadt hat im Januar Rekordwerte erreicht und für offene Kritik an der Regierung gesorgt. Selbst die meist zurückhaltenden staatlichen Medien kritisierten die Regierung für ihre Tatenlosigkeit.

Der Hintergrund: Millionen Mittelschicht-Pekinger erfüllten sich den Traum vom eigenen Auto. Und nun folgt das böse Erwachen: Die dichte Smogwolke über Peking hat in den Krankenhäusern der chinesischen Hauptstadt zu einem Anstieg von Atemwegserkrankungen geführt. Flaggenzeremonien und Sportstunden an Schulen wurden Mitte Januar wegen der anhaltend hohen Feinstaubwerte nach innen verlegt.

Trotz der aktuellen Ankündigungen von Wang zeigten sich Nutzer des beliebten Blogs Sina Weibo allerdings nicht von der Umsetzung überzeugt. "Diese Pläne sind nur Träume", schrieb ein Nutzer.

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An einigen Messstationen wurden Verunreinigungen gemessen, die die empfohlenen Grenzwerte um das 30- bis 45-fache überstiegen. So stieg die Feinstaub-Konzentration im Januar zum Teil auf Werte von 600 bis 900 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die Weltgesundheitsorganisation hält eine Konzentration vom mehr als 20 Mikrogramm an Feinpartikeln für bedenklich.

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Millionen Einwohner von Peking erfüllen sich den Traum vom eigenen Auto. Doch dann folgt ein böses Erwachen: Es gibt keine Parkplätze, die Strafzettel gehen ins Geld, dazu zocken falsche Parkwächter die Autofahrer ab.

Der Fahrzeugbestand in China war 2012 weiterhin stark angewachsen, wie das Branchenblatt "Automotive News China" regelmäßig berichtet. 114 Millionen Kraftfahrzeuge rollten nach Regierungsangaben bereits Mitte des Jahres über die Straßen im Reich der Mitte, etwa acht Prozent mehr als noch Ende 2011; Tendenz: weiterhin stark steigend.

In 17 Großstädten verstopfen bereits mehr als eine Million Fahrzeuge die Straßen; in Peking, Chengdu, Tianjin, Shenzhen und Schanghai sind es bereits mehr als zwei Millionen Kfz.

Kommentare (1)

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22.01.2013, 20:11 Uhr

In China ist das Wort Katalysator und Feinstaubfilter anscheinend ein Fremdwort..? Das Ergebnis sieht man ja! Wachstum zu jedem Preis! Und der Preis ist Menschenleben und Gesundheit! Schöne neue Welt! Repräsentativ für den weltweiten menschlichen Schwachsinn!

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