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30.07.2015

12:58 Uhr

Clarkson, Hammond und May

Das Top-Gear-Trio macht bei Amazon weiter

VonFrank G. Heide

Es gibt ein Leben nach dem Rauswurf: Die drei ehemaligen „Top-Gear“-Moderatoren sind sich mit dem Streaming-Dienst Amazon Prime einig geworden. Sie produzieren eine neue Autoshow, die 2016 zu sehen sein soll.

Die ehemaligen Top-Gear-Moderatoren James May, Jeremy Clarkson und Richard Hammond (v.l.n.r.) werden 2016 in einer neuen Autoshow zu sehen sein. Allerdings nicht im britischen TV. PR

Jetzt bei Amazon unter Vertrag

Die ehemaligen Top-Gear-Moderatoren James May, Jeremy Clarkson und Richard Hammond (v.l.n.r.) werden 2016 in einer neuen Autoshow zu sehen sein. Allerdings nicht im britischen TV.

DüsseldorfDie britischen TV-Legenden Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May werden gemeinsam eine neue Autoshow präsentieren. Wie die britische Zeitung The Standard online meldet, hat sich das Moderatoren-Trio der erfolgreichsten Auto-TV-Sendung der Welt für die Produktion von drei Staffeln mit dem Streaming-Dienst Amazon Prime geeinigt. Damit sind monatelange Spekulationen um die Zukunft des befreundeten Gespanns beendet, die unter anderem besagten, sie würden beim BBC-Konkurrenzsender ITV ein Top-Gear-ähnliches Format starten.

Wie die Amazon-Tochter heute Mittag selber mitteilte, werde die erste Staffel wird in Kürze in Produktion gehen und in Deutschland und Österreich im Jahr 2016 zu sehen sein.

„Top Gear“ gilt als die international erfolgreichste Sendungen der BBC mit weltweit rund 350 Millionen Zuschauern. Im Frühjahr hatte die britische Sendeanstalt den Vertrag ihres scharfzüngigen Moderators Clarkson nicht verlängert und damit einen Proteststurm unter Fans entfacht. Der 55-Jährige hatte mit seinem derben Humor und politisch unkorrekten Sprüchen schon oft Ärger gemacht.

Allerdings prägte er auch das Image der Show, bei der meist internationale Supercars im Vordergrund standen. Zum endgültigen Bruch kam es im März, als Clarkson in einem Hotel in Yorkshire den Produzenten Oisin Tymon schlug, weil es nach einem Drehtag kein warmes Essen gab. Die mit ihm befreundeten Moderatoren Richard Hammond und James May hatten Clarksons Verhalten zwar nicht gutgeheißen, aber erklärt, „Top Gear“ bei der BBC ohne Clarkson auch nicht weiter moderieren zu wollen.

Top Gear selbst wird von der BBC fortgesetzt, man hat den 49jährigen Radiomoderator und bekennenden Autonarren Chris Evans dafür gewonnen. Dessen Co-Moderatoren stehen noch nicht fest, zuletzt wurde über Jenson Button spekuliert. Der 35jährige Pilot des derzeit erfolglosen Rennstalls McLaren Honda steht vor seinem Karriere-Ende bei der Formel 1.

Amazon Prime, das neben dem Streamingangebot auch bevorzugte Servives bei Bestellung und Versand von Waren beinhaltet, kostet für deutsche Kunden 49 Euro im Jahr.

Zur aktuellen Strategie des Streaming-Anbieters zählt es, neben Eigenproduktionen immer wieder beliebte Serienformate anderer Institutionen zu kaufen. Zuletzt war man bei der BBC und wartet Ende Juli mit der neuen britischen Hit-Serie  "Jonathan Strange & Mr Norrell" auf.

Neben dem alten Top-Gear-Trio hat Amazon Prime auch den langjährigen Freund Clarksons und Executive Producer Andy Wilman mit an Bord geholt, der wohl erneut als Produzent fungiert. Zur neuen Zusammenarbeit mit Amazon wird Co-Moderator James May zitiert mit: „Wir sind Teil des neuen Zeitalters des Smart TV. Ironisch, nicht wahr?“

Kommentare (4)

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Lurchi Lurchi Lurchi

30.07.2015, 13:47 Uhr

"Amazon Prime, das neben dem Streamingangebot auch bevorzugte Servives bei Bestellung und Versand von Waren beinhaltet, kostet für deutsche Kunden 49 Euro im Monat."

Das ist falsch, Prime kostet 49 EUR im Jahr.

Herr Johann Romp

30.07.2015, 13:50 Uhr

Kommentar ist korrekt. Prime kostet 49 EUR im Jahr

Frau Handelsblatt Redaktion

30.07.2015, 14:02 Uhr

Vielen Dank für den Hinweis. Der Tippfehler wurde behoben.
Herzliche Grüße aus der Redaktion!

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