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22.11.2011

14:33 Uhr

CO2-Effizienzklassen für Autos

Neues Öko-Label startet am 1. Dezember

Bald gilt die neue Verordnung über Verbraucherinformationen zu Kraftstoffverbrauch (EnVKV). Dann müssen Hersteller und Händler für Neufahrzeuge deren CO2-Effizienzklasse angeben. Das Label ist aber fragwürdig.

Leichte und gleichzeitig PS-starke Autos wie der Ferrari California dürften zu den Verlieren der kommenden Energieeffizienz-Ettikettierung gehören. Profitieren werden schwere SUV, was ökologisch unsinnig ist. Reuters

Leichte und gleichzeitig PS-starke Autos wie der Ferrari California dürften zu den Verlieren der kommenden Energieeffizienz-Ettikettierung gehören. Profitieren werden schwere SUV, was ökologisch unsinnig ist.

DüsseldorfAb 1. Dezember 2011 gilt die neue die Verordnung über Verbraucherinformationen zu Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen und Strombedarf neuer Personenkraftwagen (EnVKV). Dann müssen Hersteller und Händler für Neufahrzeuge deren CO2-Effizienzklasse angeben. Die Sachverständigenorganisation DAT hat dies zum Anlass genommen, einen Leitfaden nach Effizienzklassen herauszugeben. Dieser informiert Hersteller, Händler und Autofahrer über die neue Situation.

Für jede Pkw-Klasse gibt es ein Label, ähnlich der Energieverbrauchskennzeichnung bei elektrischen Haushaltsgeräten. Das Spektrum der Einstufungen reicht von der grünen Effizienzklasse A+, die für "sehr effizient" steht, bis zur roten Klasse G, die "wenig effizient" signalisiert. Mit berücksichtigt werden Elektrofahrzeuge und alternative Antriebsformen.

Bei der Beurteilung der CO2-Effizienz wird der Kohlendioxid-Ausstoß in Relation zum Gewicht des Fahrzeugs gesetzt. Die schlechteste Klasse G droht vor allem PS-starken, leichten Fahrzeugen – Dickschiffen wie SUVs dagegen nicht. Das hatte bereits bei der Diskussion um die entsprechenden Entwürfe im Sommer dieses Jahres für heftige Diskussionen gesorgt.

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Nach dem Vorbild von Waschvollautomaten und Tiefkühltruhen: In wenigen Tagen werden Neuwagen mit einem Öko-Label etikettiert und in Effizienzklassen eingeteilt - mit teils absurden Konsequenzen. Ein Kommentar.

Verkehrs- und Umweltverbände hatten kritisiert, dass schwere Autos durch das Bewertungsschema bevorzugt würden. Ein BMW ActiveHybrid X6 etwa bekäme bei einem Gewicht von 2.525 Kilo trotz eines Kohlendioxid-Ausstoßes von 231 Gramm pro Kilometer noch die Effizienzklasse C, während ein 1.019 Kilo leichter Renault Twingo (119 Gr. CO2/km), mit Effizienzklasse D ausgezeichnet wird.

Kommentare (1)

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Labelironie

23.11.2011, 07:03 Uhr

Wen interessiert ein Pseudolabel, welches Autos nach Gewichtsklassen einstuft und zu solchen Ergebnissen kommt:
"Ein Smart Fortwo cdi mit dem Rekordwert von 86 g/km wird in die Kategorie C eingeordnet, - wie ein BMW X6 Hybrid (238 g/km)."

"Label" sind Label"; hier ist es eine politische Totgeburt. Der politische Ruf nach Label war laut; also bekommt man ein Label. Mathematisch logisch ist es dagegen nicht. Natürlich würde es ohne "Gewichtsbonus" kleine leichte Autos bevorzugen. Es passen aber leider keine Familien in einen Smart. Hier sind größere Autos gefragt, die natürlich mehr wiegen und mehr Emissionen verursachen.
Würde das Label das Gewicht nicht einbeziehen, wie sollte man dann zwischen dem Nutzenprofil real vergleichen können ?

Das Label ist so eine Kopfgeburt, die niemand benötigt.

Jeder Kunde, der viele tausend Euro für ein neues Auto ausgibt, kann sich bestmöglich informieren ... und macht es sicher auch. Der Kunde ist nicht unmündig. Ein Label ist ... überflüssig.

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