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15.01.2005

09:00 Uhr

Nachrichten

Coupés groß im Kommen

Coupés sind groß im Kommen. Das ist einer der Schlüsse, die sich aus der Detroit Motor Show ziehen lassen. Mit serienreifen Zweitürern und Studien wollen sich mehrere Hersteller einen sportlicheren Anstrich geben.

Firepower

Die Chrysler-Studie basiert auf der Dodge Viper. (Bild: Chrysler/dpa/gms)

dpa/gms DETROIT. Coupés sind groß im Kommen. Das ist einer der Schlüsse, die sich aus der Detroit Motor Show ziehen lassen. Mit serienreifen Zweitürern und Studien wollen sich mehrere Hersteller einen sportlicheren Anstrich geben.

Besonders deutlich wird dies bei der Nissan-Studie Azeal. Sie entspringt nach Werksangaben dem Anspruch, dass auch preiswerte Einstiegsmodelle keine Langweiler sein müssen. Nissan will sein US-Programm daher nicht mit einem kleinen Stufen- oder Steilheck nach unten ausbauen. Stattdessen haben die Japaner die vier Sitze mit einer Coupé-Karosserie verpackt.

Auch bei Volvo soll ein Zweitürer künftig mehr Kunden in der unteren Mittelklasse ansprechen. Deshalb hat Firmenchef Hans-Olov Olssen für das Jahr 2006 einen C30 angekündigt, der 20 Zentimeter kürzer ausfallen soll als der S40. Dieser Wagen wird zwar nur zwei Türen haben, doch sich stilistisch an den Studien 3CC und SCC orientieren und deshalb schon fast das Heck eines Kombis bekommen.

Während Nissan und Volvo die Kunden noch um ein paar Jahre Geduld bitten, bietet Mitsubishi den Freunden des Coupés schon bald etwas. In Detroit haben die Japaner die neunte Generation des Eclipse enthüllt. Der futuristisch gezeichnete Zweitürer geht in diesem Jahr in den USA und 2006 möglicherweise auch in Deutschland an den Start.

Am oberen Ende der Modellpalette verdient die meiste Beachtung wohl das „Advanced Lightweight Coupé“ von Jaguar, das nach Angaben von Firmenchef Joe Greenwell bereits einen „recht konkreten Ausblick“ auf die nächste Generation des XK gibt. Wenn dessen Serienfassung im Herbst bei der Automesse IAA in Frankfurt/Main präsentiert wird, soll er mit Hilfe stärkerer V8-Motoren und einer leichteren Karosserie aus Aluminium „aggressiver ausfallen“ als das bisherige Modell, stellt Technikchef Phil Hodgkinson in Aussicht. Trotzdem werde der nächste XK ein Auto, „mit dem man auch jeden Tag zur Arbeit fahren kann“.

Einen ähnlichen Anspruch erhebt Chrysler für den neuen Firepower. Nachdem die US-Mercedes-Schwester im Jahr 2004 mit dem ME 4-12 in die Liga der Spitzensportler vom Schlag des Ferrari Enzo oder Mercedes SLR vorgestoßen ist, gilt der Firepower den Marktbeobachtern ähnlich wie ein Mercedes SL als zahme Alternative für ambitionierte Fahrer. Technisch basiert er auf der Dodge Viper. Unter der Haube steckt ein 6,1-Liter-V8-Motor mit 313 kW/425 PS. Doch auch wenn das Auto weitgehend serienreif ist, wird es wohl nicht in Produktion gehen.

Dritter im Bunde der sportlichen Zweitürer ist der ebenfalls zunächst nur für die Show aufgebaute Shelby GR-1 von Ford. Er basiert teilweise auf der Technik des Ford GT und gilt als Weiterentwicklung des im Jahr 2004 enthüllten „Shelby Cobra Concept“. Angetrieben wird er von einem 6,4 Liter großen V10-Motor, der laut Ford 445 kW/605 PS leistet. Damit beschleunigt der GR-1 in weniger als vier Sekunden auf Tempo 100 und erreicht theoretisch 330 Kilometer pro Stunde (km/h). Ob der Wagen ein Einzelstück bleibt, ist noch offen.

Klarer dagegen sind die Aussichten für den vierten Kraftprotz dieses Autofrühlings: den Lexus LF-A. Diese Studie steht nach Angaben des Autoherstellers für das Ziel, in zwei bis drei Jahren gegen den Porsche 911 oder die Corvette anzutreten. Dafür bekommt der Wagen nach Informationen aus Unternehmenskreisen einen V8- oder V10-Motor, der aus weniger als fünf Litern Hubraum mehr als 500 PS schöpfen soll.

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