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18.01.2005

10:25 Uhr

„Das klassische Einsteigerauto haben die Händler heute eigentlich kaum noch“

Kaum günstige Gebrauchtwagen vom Händler

Für so manchen Autokäufer waren günstige Gebrauchtwagen ein lukratives Geschäft. Heute allerdings bleibt die Suche nach einem solchen Auto für den Führerscheinneuling oder auch den sparsamen Fahrer meist erfolglos.

Gebrauchtwagen

Sehr günstige Wagen selten geworden. (Bild: Jens Schierenbeck/dpa/gms)

dpa/gms BONN/MAINTAL. Selbst in den hinteren Reihen der Gebrauchten stehen meist mindestens hohe vierstellige Euro-Beträge auf den Preisschildern. Die Suche nach einem Wagen in den unteren Preisregionen ist beim Händler eine Mischung aus Glücks- und Geduldsspiel geworden.

„Das klassische Einsteigerauto haben die Händler heute eigentlich kaum noch“, bestätigt Helmut Blümer, Sprecher des Zentralverbandes des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZdK) in Bonn. „Wer sich motorisieren will, muss im Handel in der Regel an die 8 000 Euro investieren.“ Durchschnittlich kostet ein gebrauchtes Auto demnach etwa 8 800 Euro. Liegen die finanziellen Grenzen für die Anschaffung dagegen bei 3 000 Euro, muss laut Blümer schon intensiv gesucht werden. Denn nur etwa 20 Prozent der Gebrauchtwagenhändler haben noch ältere und günstigere Autos im Angebot.

Für die Entwicklung gibt es eine Reihe Gründe. Der wohl wichtigste ist das seit Anfang 2003 geltende Gewährleistungsrecht. „Tritt ein Mangel auf, muss der Händler heute im ersten halben Jahr nach dem Vertragsabschluss nachweisen, dass der Fehler beim Verkauf noch nicht da war“, erklärt Roland Stach von dem Marktbeobachtungs-Unternehmen Eurotaxschwacke in Maintal (Hessen). Das Problem dabei ist, dass auch die beste Kontrolle nicht jeden versteckten Fehler offen legen kann.

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