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23.06.2014

14:50 Uhr

Defekte Airbags

Japanische Hersteller rufen weitere Autos zurück

Nach dem weltgrößten Autobauer Toyota rufen auch andere japanische Hersteller Modelle wegen defekter Airbags zurück. Honda, Nissan und Mazda holen rund 808.000 Autos in die Werkstätten. Betroffen ist vorwiegend Japan.

Honda-Logo in Tokio: Der Großteil der zurückgerufenen Autos kommt von Honda. AFP

Honda-Logo in Tokio: Der Großteil der zurückgerufenen Autos kommt von Honda.

TokioErneuter Massenrückruf in der Autoindustrie: Nach dem weltgrößten Autobauer Toyota muss auch die japanische Konkurrenz einen im vergangenen Jahr gestarteten Rückruf wegen defekter Airbags ausweiten. Allein Honda holt weltweit rund 2,03 Millionen Autos unter anderem des Modells Fit in die Werkstätten, wie der Konzern am Montag bekanntgab. Davon entfallen rund 1,02 Millionen Wagen auf Nordamerika, 666.000 auf Japan und 154.000 auf Europa. Erst kürzlich hatte Branchenführer Toyota zusätzlich rund 648.000 Autos in die Werkstätten geholt.

Auch Nissan und Mazda folgten der Entscheidung und riefen am Montag 128 000 beziehungsweise 11 800 Autos zurück. Bei Toyota war in einem Fall ein Brand im Wageninneren in Folge des Defekts gemeldet worden. Wegen eines Produktionsfehlers bei den Airbags des gemeinsamen Lieferanten Takata mussten Japans Autobauer im vergangenen Jahr bereits mehr als 3,5 Millionen Wagen in die Werkstätten holen. Am stärksten betroffen waren Toyota, Honda und Nissan.

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Es ist ein teils hausgemachtes Problem, aber deshalb nicht weniger gefährlich: Im vergangenen Jahr wurden deutlich mehr Autos zurück gerufen als zuvor, so eine Auswertung.

Nicht nur die japanischen Autobauer aber müssen Autos zurückrufen: Für Schlagzeilen sorgte zuletzt vor allem General Motors (GM): Beim Opel-Mutterkonzern müssen insgesamt rund 20 Millionen Autos wegen Mängeln in die Werkstatt. Das ist die zweifache Jahresproduktion des größten US-Autobauers. Zuletzt trieb ein neuerlicher Massenrückruf wegen mangelhafter Zündschlösser die Zahl noch einmal kräftig in die Höhe.

Auch deutsche Hersteller bleiben von Rückrufen nicht verschont: So musste BMW Anfang April fast eine halbe Million Autos mit 6-Zylinder-Motoren in die Werkstätten holen. Bei den betroffenen Modellen könne eine Schraube brechen und in seltenen Fällen den Motor beschädigen, hieß es.

Von

dpa

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