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15.04.2014

09:15 Uhr

Denza-Premiere

Daimler zeigt sein Elektroauto für China

Auf der Automesse in Peking feiert der Denza seine Weltpremiere. Das Elektroauto von Daimler und seinem China-Partner BYD verspricht 300 Kilometer Reichweite – und macht damit auch dem BMW i3 Konkurrenz.

Noch zeigt sich der Denza nur als getarntes Vorserienfahrzeug - in Peking feiert er Premiere. dpa

Noch zeigt sich der Denza nur als getarntes Vorserienfahrzeug - in Peking feiert er Premiere.

Shenzhen„Es ist Neuland für Daimler“, sagt Arno Röhringer. „Erstmals haben wir außerhalb von Sindelfingen ein Fahrzeug entwickelt.“ Herausgekommen ist der Denza, das erste Elektroauto des Gemeinschaftsunternehmens der Stuttgarter Traditionsmarke und des jungen chinesischen Autobauers und Batterieherstellers BYD (Build Your Dreams). Der Fünf-Sitzer hat eine Reichweite von bis zu 300 Kilometer und die „Gene eines Mercedes“, wie Joint Venture-Chef Röhringer sagt.

Seine Weltpremiere feiert der Denza auf der Automesse am 20. April in Peking. Der Kühlergrill ist in die Breite gezogen, das Gesicht „lächelt“, wie Chefdesigner Olivier Boulay sagt. Das Design wirke zwar wenig spektakulär, räumt Boulay ein: „Nur weil es ein Elektroauto ist, muss es ja nicht bizarr aussehen.“

Rund 300 Millionen Euro haben beide Joint Venture-Partner in die Entwicklung gesteckt. Mercedes ist zwar Nachzügler auf dem rasant wachsenden, größten Automarkt der Welt in China, doch wollen die Stuttgarter und BYD mit dem Denza in der Elektromobilität ganz vorne wegfahren. Der Name lautet auf Chinesisch „Tengshi“ - zwei Zeichen, die steigende Kraft und Schwung symbolisieren. „Produziert in China für China“ macht klar, dass kein Export geplant ist.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Um die neue Batterietechnologie akzeptabel zu machen, erhebt Frank Schweickhardt, Vizepräsident für Entwicklung, den Anspruch, das „sicherste Elektroauto“ gebaut zu haben. Die Batterie ist unter dem Auto in einem stoßsicheren Alu-Rahmen untergebracht. Durch die Batterie unter dem Fahrgastraum ragt der Denza nach oben. Ihm wurden große 18-Zoll-Räder gegeben. Der Denza umwirbt Privatkunden genauso wie das Taxi- und Flottengeschäft.

Den Preis verrät aber bislang niemand. Es ist vom „mittleren“ Segment die Rede, was bei Elektroautos, die meist das Doppelte konventioneller Autos kosten, recht viel sein kann. Doch winken Subventionen. Die Zentralregierung gibt 57 000 Yuan (heute 6688 Euro) Unterstützung - in Peking kommen noch mal 57 000 Yuan lokale Hilfen hinzu, in Shenzhen sogar 60 000 Yuan. In Shanghai sollen es 40 000 Yuan örtlicher Zuschuss werden.

Kommentare (6)

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15.04.2014, 11:07 Uhr

Aus meiner Sicht ist das Elektroauto nur für die Stadt. es eignet sich wohl für den Nahverkehr bzw. Lieferverkehr, aber nie für den Bürger, solange einmal auftanken über 5 Minuten benötigt. Ich will auch über 300 km fahren und nicht 1 "Woche" warten, bis die batterie geladen ist. Welcher Bürger kann sich 2 Autos leisten bzw. will warten, wenn er gerade fahren will und das Auto ist an der Steckdose.

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15.04.2014, 11:20 Uhr

Die Autoindustrie will nicht an Alternativen arbeiten.

Es gibt so viele Branchen, in denen keine Veränderungen gewollt sind.

Der Bürger bekommt nicht das was er will, sondern was er zu wollen hat.

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15.04.2014, 12:08 Uhr

Einfach mal nach:
Warum das Elektroauto sterben musste
suchen und 90 Minuten Zeit nehmen.
Das erklärt so einiges und deckt vieles auf ;-)

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