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16.09.2015

07:30 Uhr

Dienstwagen-Studie

Audi schlägt BMW und Mercedes

Quelle:WirtschaftsWoche Online

Eine aktuelle Studie zeigt, welche Automarken als Firmenwagen besonders beliebt sind – und was sich die Unternehmen in verschiedenen Branchen das Dienstvehikel kosten lassen.

Mehr ist mehr, so lautet das Motto beim Firmenwagen. dpa

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Mehr ist mehr, so lautet das Motto beim Firmenwagen.

Beim Firmenwagen gilt: Premium fürs Prestige. Und der Bedarf danach ist im Bankensegment offenbar immer noch am höchsten. Laut der aktuellen Studie „Firmenwagenmonitor 2015“ von Gehalt.de fahren Banker nach wie vor die teuersten Dienstwagen.

46.000 Euro kostet dort demnach ein Pkw auf Unternehmenskosten im Schnitt -  8.000 mehr als im Durchschnitt aller Branchen. Aber auch IT-Spezialisten in der Computerbranche (45.400 Euro) und Autoindustrie (44.500 Euro) werden mit teuren Autos gelockt oder belohnt.

In diesen Branchen sind Dienstwagen sehr verbreitet

Bau

Verbreitung: 25,6%. Durchschnittspreis: 33.303 Euro

Großhandel

Verbreitung: 24,9%. Durchschnittspreis: 36.406 Euro

Maschinenbau

Verbreitung: 16,1%. Durchschnittspreis: 42.618 Euro

Autoindustrie

Verbreitung: 13,9%. Durchschnittspreis: 44.467 Euro

Banken

Verbreitung: 7,7%. Durchschnittspreis: 45.919 Euro.

Versicherungen

Verbreitung: 7,3%. Durchschnittspreis: 40.016 Euro.

Soziale Einrichtungen

Verbreitung: 4,0%. Durchschnittspreis: 26.081 Euro.

Rechtsberatung

Verbreitung: 2,3%. Durchschnittspreis: 41.002 Euro.

Gesamt, lt. Gehalt.de

Verbreitung über alle Branchen: 11,9%. Durchschnittspreis: 38.266 Euro.

Das ist ein durchaus beliebtes Mittel, um Personal zu gewinnen: Bei den rund 380.000 Gehaltsdaten von Führungs- und Fachkräften, die für die Studie ausgewertet wurden, war in 45.000 Fällen ein Wagen Teil der Vergütung. So erwartbar wie die Spitzenreiter im Dienstwagen-Ranking, so vorhersehbar war auch das Schlusslicht. 26.000 Euro kostet das Auto im Schnitt bei Führungskräften für Sozialeinrichtungen.

Die Studienautoren attestieren insgesamt einen „eindeutigen Zusammenhang zwischen Gehaltsklasse und Verteilung von Firmenwagen“. Anders ausgedrückt: Je höher das Einkommen, desto wahrscheinlicher ist das Dienstauto. Und auch dessen Wert hängt von der Bezahlung ab.

Liegt der Wert des Firmenwagens bei Topverdienern mit mehr als 200.000 Euro Einkommen pro Jahr mit knapp 74.000 Euro bei gut einem Drittel des Jahreseinkommen, heißt es in der Studie, so liegt der durchschnittliche Wert des Firmenwagens in der Gehaltsklasse von 30.000 bis 40.000 Euro, mit über 28.000 Euro, bei teils fast 100 Prozent.

Die häufigsten Marken bei Firmenwagen

Platz 9

Renault: 1,6%
Quelle: Gehalt.de

Platz 8

Volvo: 1,8%
Quelle: Gehalt.de

Platz 7

Opel: 5,9%
Quelle: Gehalt.de

Platz 6

Ford: 6,1%
Quelle: Gehalt.de

Platz 5

Skoda: 7,2%
Quelle: Gehalt.de

Platz 4

Mercedes: 8,2%
Quelle: Gehalt.de

Platz 3

Renault: 13,1%
Quelle: Gehalt.de

Platz 2

Audi: 19%
Quelle: Gehalt.de

Platz 1

Volkswagen: 28,3%
Quelle: Gehalt.de

Sonstige

Andere Fahrzeug-Marken gesamt: 9%
Quelle: Gehalt.de

Zudem gibt es offenbar Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Laut Studie erhalten im Schnitt vier Mal mehr Männer einen eigenen Firmenwagen. Ihr Budget sei außerdem teilweise um bis zu 9.000 Euro höher als bei ihren weiblichen Kolleginnen.

Auch wenn Banken sich ihre Firmenwagen einiges kosten lassen: Vergeben werden sie vergleichsweise selten. Nur acht Prozent der der Führungs- und Fachkräfte im Banken-Segment Banker haben laut Gehalt.de einen. Am größten ist die Verbreitung mit 25,6 Prozent im Bau-Bereich und mit 24,9 Prozent im Großhandel.

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Über alle Branchen hinweg fahren durchschnittlich knapp 12 Prozent aller Fach- und Führungskräfte einen Dienstwagen. Im Kulturbereich sind Firmenwagen dagegen kaum üblich: Die Verbreitung liegt bei 1,7 Prozent. Die einfache Logik dahinter: „Je mehr Stellen in einer Branche Mobilität erfordern, desto höher ist die Verbreitung von Firmenwagen“, heiß es in der Studie.

Die Dienstwagen-Champions

Beliebtester Firmenwagen-Hersteller ist Volkswagen. Die Wolfsburger produzieren 28,3 Prozent aller Firmenwagen in Deutschland. Audi, ebenfalls zum VW-Konzern gehörend, kommt auf Platz zwei (19 Prozent). BMW auf Rang drei (13,1 Prozent) und Mercedes (8,2 Prozent) auf Rang vier. Platz fünf geht erneut an den VW-Konzern: Skoda (7,2 Prozent) konnte bei der Beliebtheit zuletzt deutlich zulegen.

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