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05.01.2005

08:44 Uhr

Nachrichten

Diesel kämpft in USA gegen Vorurteile

Das Ringen um die Vormachtstellung der Antriebssysteme in den USA geht Anfang Januar auf der North American International Auto Show (NAIAS) in eine neue Runde.

HB STUTTGART/HAMBURG/DETROIT. Die Deutschen Pkw-Hersteller werben traditionell für den Diesel, während die Japaner die Popularität des Hybridantriebs vorantreiben wollen. Vordergründig ist damit alles beim Alten - beim genaueren Hinsehen scheinen sich die Fronten jedoch zunehmend aufzuweichen, weil beide Hersteller am jeweils anderen Konzept nicht vorbeikommen.

Sowohl die japanische wie auch die deutsche Automobilindustrie rührt in den USA bei Verbrauchern und Politikern kräftig die Werbetrommel. Beide wollen durch geschickte Industriepolitik günstige Marktbedingungen für Produkte schaffen, bei denen sie sich technisch überlegen sehen: Die einen bei den Dieselmotoren, die anderen bei Hybridantrieben, die neben dem herkömmlichen Benzin- noch über einen emissionsfreien Elektromotor verfügen.

Diesel kämpft mit Vorurteilen und Emissionsvorschriften

Gerade für die beliebten Light Trucks (Sports Utility Vehicles, Vans und Pick-ups) seien drehmomentstarke Dieselmotoren ideal, argumentieren die deutschen Kfz-Hersteller. Allerdings sind die US-Verbraucher beileibe keine Diesel-Anhänger. In der breiten Öffentlichkeit würden die Diesel als laut und stinkend wahrgenommen, mit steigenden Absatzzahlen bei dieselbetriebenen Pickups und Vans könnte sich der Trend aber schnell ändern, meint John Thomas, Industrieanalyst beim US-Autohändlerverband National Auto Dealers Association. Denn die Vorurteile stammen noch aus den 70er und 80er Jahren.

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