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02.05.2018

17:14 Uhr

E-Mobilität

Weiterhin kaum Interesse an der Elektro-Prämie

Seit zwei Jahren erhalten Autokäufer eine Prämie von bis zu 4000 Euro auf ihren Elektro-Neuwagen. Das Interesse hält sich weiter in Grenzen.

Seit dem 18. Mai 2016 können Autofahrer von der Elektro-Auto-Prämie profitieren: Das Interesse hält sich jedoch in Grenzen. dpa

Elektroauto an Stromtankstelle

Seit dem 18. Mai 2016 können Autofahrer von der Elektro-Auto-Prämie profitieren: Das Interesse hält sich jedoch in Grenzen.

EschbornUnter den Autofahrern in Deutschland gibt es weiterhin nur schwaches Interesse an der staatlichen Prämie zur Verkaufsförderung von Elektro-Autos. Bis Ende April haben Autokäufer in Deutschland insgesamt 60.412 Anträge auf den Zuschuss gestellt, wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) am Mittwoch in Eschborn bei Frankfurt mitteilte. Das waren nur 2863 Anträge mehr als einen Monat zuvor.

Die Elektro-Prämie kann seit Anfang Juli 2016 beim Bafa beantragt werden. Die Förderung gilt rückwirkend für Fahrzeuge, die seit dem 18. Mai 2016 gekauft wurden. Für reine Elektrowagen mit Batterie gibt es 4000 Euro, für Hybridautos sind es 3000 Euro. Finanziert werden die Prämien je zur Hälfte vom Bund und vom jeweiligen Hersteller.

Die bereitgestellten Fördermittel reichen für mehr als 300 000 Fahrzeuge - es wurde also erst grob ein Fünftel abgerufen. Das Programm läuft Ende Juni nächsten Jahres aus. 35.053 Anträge wurden für reine Elektro-Autos und 25.342 für Plug-In-Hybride gestellt, der Rest entfiel auf Brennstoffzellen-Fahrzeuge.

Diese Hersteller verkaufen die meisten Elektroautos weltweit

Platz 10

Obwohl der Nissan Leaf das meistverkaufte Elektro-Auto der Welt ist, reichen die 52.000 Verkäufe im vergangenen Jahr nur für Platz 10. Dieses Jahr kommt jedoch eine neue Auflage des Leaf auf den Markt.

Quelle: EV Sales

Platz 9

Um über 90 Prozent hat Toyota seinen Absatz an E-Fahrzeugen im letzten Jahr gesteigert. Denn auch die halbelektrischen Plug-In-Hybride werden in der offiziellen Statistik mitgezählt, und die verkauften sich im vergangenen Jahr 54.000 Mal.

Platz 8

General Motors war mit dem Chevrolet Bolt einer der ersten Hersteller mit einem Elektroauto für den Volumenmarkt. 2017 reichte der Elektroabsatz der Amerikaner für den 8. Platz im Ranking mit 54.000 verkauften Autos.

Platz 7

Chinas größter Autohersteller SAIC verbuchte im letzten Jahr einen guten Absatz von 56.000 Elektroautos – und ist damit im Heimatland keinesfalls der größte Hersteller von Elektroautos. Zuletzt kündigte Infineon an, ein Joint Venture mit den Chinesen einzugehen.

Platz 6

Auf Daimler-Aktionär Geely profitiert vom Elektroboom in China: 2017 verkaufte der Konzern 67.000 Elektroautos, unter anderem unter der neuen Marke Lynk&Co. Ob auch Daimler von der Elektrokompetenz der Chinesen profitieren kann?

Platz 5

Volkswagen sichert sich den fünften Platz im Ranking. 70.000 E-Autos verkauften die Wolfsburger letztes Jahr. Dabei bieten die Wolfsburger bislang nur den Elektro Golf und den e-Up, sowie einige Plug-in-Hybride an. Die große Elektrowelle aus Wolfsburg rollt erst an.

Platz 4

Elektro-Pionier Elon Musk landet mit Tesla nicht mal auf dem Treppchen. 101.000 Elektroautos verkaufte er im letzten Jahr, damit reicht es nur für Platz 4. Allerdings soll dieses Jahr die Produktion des Massenmodells Model 3 massiv hochgefahren werden.

Platz 3

Bronze im Elektrovergleich geht nach München. BMW hat im letzten Jahr noch einmal kräftig zugelegt und verkaufte 102.000 Autos, vor allem, weil die halbelektrischen Plug-in-Hybriden deutlich zugelegt haben. Reine Elektroautos verkaufen die Münchener unter der Marke BMWi.

Platz 2

Die Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) ist in Europa weitgehend unbekannt, aber der fünftgrößte Automobilkonzerns Chinas. Mit der Tochter BJEV verkaufen die Chinesen reine Elektrofahrzeuge und wollen auch Daimler bei der Elektro-Expansion in China helfen. 2017 konnte BAIC den Verkauf von Elektromodellen im letzten Jahr gut verdoppeln, auf 104.000 Fahrzeuge.

Platz 1

Mit einem leichten Wachstum von 102.000 auf 114.000 verkaufte Elektroautos landet der chinesische Konzern BYD erneut auf Platz eins. Der BYDe6 ist ein Elektro-SUV, das in Asien vor allem in Taxiflotten eingesetzt wird.

Als Grund für die schleppend angelaufene Nachfrage nach Elektro-Autos gilt das noch dünne Netz an Ladestationen. Da die Fahrzeuge zudem relativ geringe Reichweiten haben, sind viele Autokäufer skeptisch.

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Von

dpa

Kommentare (1)

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Frau Sabine Frank

04.05.2018, 15:43 Uhr

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