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12.08.2015

13:15 Uhr

Ein Auto gehörte dem Papst

Rekordverdächtige Ferrari-Auktionen in Kalifornien

Fallen neue Preisrekorde bei historischen Ferrari-Modelle? Anlass und Angebot gibt es. Zum Beispiel einen roten California Spider von 1961. Die Auktions-Saison rund um Carmel und Monterey lockt die Sammler in die USA.

Ein klassischer Sportwagen: Der offene Ferrari, von dem nur wenige Exemplare gebaut wurden, hat einen Drei-Liter Zwölfzylinder unter der Haube, der 280 PS leistet. 4 Gänge werden von Hand geschaltet. Sie kennen das Modell vielleicht aus "Ferris macht blau". RM Auctions

Ferrari California Spider 250 GT SWB von 1961

Ein klassischer Sportwagen: Der offene Ferrari, von dem nur wenige Exemplare gebaut wurden, hat einen Drei-Liter Zwölfzylinder unter der Haube, der 280 PS leistet. 4 Gänge werden von Hand geschaltet. Sie kennen das Modell vielleicht aus "Ferris macht blau".

Ein roter Ferrari California Spider aus dem Jahr 1961 könnte bei einer Auktion am kommenden Wochenende bis zu 18 Mio. Dollar erzielen. Unter den insgesamt 78 Ferrari, die unter den Hammer kommen, wird kein Fahrzeug vorab derart hoch bewertet wie der Spider, der zwischen 1960 und 1963 nur 75 Mal bei Scaglietti & C. in Mondena gebaut wurde. Die Auktion erfolgt im Rahmen einer sechs Tage dauernden Schau für klassische Autos, die jedes Jahr in den kalifornischen Küstenorten Carmel und Monterey sowie auf dem Golfplatz von Pebble Beach stattfindet.

Im vergangenen Jahr hatten die Verkäufe durch die drei Auktionshäuser RM Auctions, Bonhams und Gooding & Co. ein Volumen von fast 400 Millionen US-Dollar erreicht - angetrieben durch steigende Preise für Sammlerstücke. In diesem Jahr bieten die Häuser rund 390 Autos an. Mit dabei sind Fahrzeuge von Papst Johannes Paul II sowie dem Ex-Fiat-Chairman Gianni Agnelli.

„Die Preise sind ‘‘stabil auf einem sehr hohen Niveau'', sagt McKeel Hagerty, CEO von Hagerty, einem spezialisierten Oldtimer-Versicherer und Preisdatenanbieter. ‘‘Die Nachfrage nach wichtigen Autos ist noch immer sehr hoch.'' Die Schätzungen für den Ferrari California Spider, der erstmals seit den 1960er Jahren in den USA öffentlich zum Verkauf angeboten wird, belaufen sich auf 16 Mio. bis 18. Mio Dollar, berichtet Gooding.

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Ein schwarzer Ferrari 250 GT SWB California Spyder galt lange als verschollen. Dann wurde er auf einem Privatgrundstück im Westen Frankreichs unter alten Zeitungen begraben gefunden. Nun hat er einen neuen Besitzer.

Im Februar hatte dasselbe Modell den höchsten Preis aller Zeiten bei seiner Aktion in Paris erzielt. Es wechselte für 18,5 Mio. Dollar den Besitzer. Das in Kalifornien angebotene Auto wurde vollständig restauriert. Dies gilt als eher ungewöhnlich für einen Wagen dieser Art - und macht diesen unter Umständen wertvoller, sagt Larry Fisher vom NHRA Motorsports Museum in Pomona.
RM Sotheby's will zudem einen Ferrari 250 GT SWB Berlinetta Competizione von 1960 für mehr als 17 Mio. Dollar bei der Auktion anbieten. Laut Unternehmen gibt es nur rund 45 Fahrzeuge dieses Modells.
Der gelbe Ferrari und ein orangefarbener 1998 McLaren F1 Rennwagen, dessen Wert bei geschätzt mehr als 12 Mio. Dollar liegt, sind Teil einer privaten Sammlung von 25 Autos. Sie umfasst zehn Ferraris, zwei Lamborghinis und zwei Bugattis. Die Kollektion könnte den Rekordpreis von über 80 Mio. Dollar erzielen, wenn die private Sammlung aus Florida wie geplant an einem Tag komplett unter den Hammer kommt.

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Bei dem Wagen von Papst Johannes Paul II handelt es sich um einen Ferrari Enzo aus dem Jahr 2005. Er hatte diesen einst als Geschenk vom Hersteller erhalten. Der Schätzwert liegt bei vier bis sechs Mio. Dollar. Laut RM Sotheby's ist es das 400. Modell aus der Baureihe - sowie das letzte Fahrzeug seiner Art, das jemals gebaut worden ist.

Der Papst hatte darum gebeten, den Wagen für die Opfer des Tsunamis von 2004 zu verkaufen. Ferrari versteigerte den Wagen und übergab die Erlöse nach dem Tode von Johannes Paul II an Papst Benedikt XVI.

Bonhams bietet daneben einen Ferrari 250 GT Competizione Alloy Berlinetta von 1959 - einen Wagen, der beim Rennen Tour de France von 1959 den dritten Platz erreichte - sowie einen Ferrari 288 GTO von 1985. ‘‘Fast ausnahmslos werden alle diese Wagen regelmäßig gefahren, und einige nehmen sogar an Wettrennen teil”, berichtet Hagerty. “Kein Wagen ist zu wertvoll, um nicht gefahren zu werden.”

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