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08.07.2012

22:43 Uhr

Einbrechende Absatzzahlen

Frankreich bereitet Hilfen für Autobranche vor

In ganz Europa befinden sich die Auto-Verkaufszahlen aufgrund der Schuldenkrise im Sinkflug. Nach einem dramatischen Appell der Branche will Frankreich nun aktiv werden - unter anderem zugunsten von PSA Peugeot.

Renault ist gefangen in der Strategiefalle. ap

Renault ist gefangen in der Strategiefalle.

ParisFrankreich will im August Hilfen für die strauchelnde Autobranche präsentieren. „Es wird einen Plan für die Autoindustrie geben“, sagte Finanzminister Pierre Moscovici am Sonntag dem Fernsehsender BFM. Die Maßnahmen würden im kommenden Monat vorgestellt. Darunter wären auch Schritte, um die Arbeitsplätze in einer Peugeot PSA -Fabrik in der Nähe von Paris zu sichern. „Wir vertrauen PSA und wir werden Lösungen finden, die gleichzeitig ausgewogen und respektvoll den Jobs gegenüber sind“, sagte Moscovici, der zugleich strukturelle Reformen im Autosektor als notwendig bezeichnete. Es wird erwartet, dass PSA noch in diesem Monat die Schließung des Werks mit 3500 Mitarbeitern bekannt gibt.

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Francois Hollande verspricht seinen Landsleuten, der Staat werde es schon richten. Dass die Regierung dafür in die Industrie eingreift, scheint fast normal zu sein - und das nicht nur in Frankreich.

Mitte Juni hatten französische Industriezentren die neue Regierung von Präsident Francois Hollande in einem dramatischen Appell zur Rettung der strauchelnden Autobranche aufgerufen. 60 Kommunen mit Standorten der Automobil-Industrie forderten die Unterstützung des Staates bei einem grundlegenden Kurswechsel ihrer Branche, der sie im europäischen Wettbewerb wieder auf die Überholspur bringen soll. Die Regierung müsse den Verkauf von sparsamen Fahrzeugen energisch fördern und umweltschädliche Modelle deutlich höher besteuern, schrieben die Kommunalpolitiker in einem 67-seitigen Bericht. Ansonsten drohe der Industrie mit rund 600.000 Beschäftigten ein fataler Niedergang.

In ganz Europa befinden sich die Verkaufszahlen wegen der Schuldenkrise im Sinkflug. Darunter leiden vor allem Hersteller, die auf hohe Stückzahlen zu günstigen Preisen setzen - wie Renault und Peugeot. Diese stecken auch auf ihrem Heimatmarkt in der Zange - die deutschen Hersteller haben den Luxusmarkt fest im Griff, während osteuropäische und asiatische Hersteller zunehmend das Billigsegment besetzen. Somit sind Renault und Peugeot gezwungen, ihre Kosten zu senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Von

rtr

Kommentare (14)

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dyndre53aliasTh.Sieber

08.07.2012, 22:28 Uhr

War DAS das Geburtstagsgeschenk für Frau Merkel zu den "Feierlichkeiten"?! Oder soll es besser LÄCHERLICHKEITEN heißen?
Ich bin von Natur aus Zyniker, Ironiker, Satiriker und manchmal kann ich auch richtig lustig sein!!!! sagt meine Frau!
Halau!
Erinnert mich alles irgendwie an die "endfeierlichkeiten" 1928! .. und es ist wieder alles klar, auf der Andrea Dorea...

Wutbuerger

08.07.2012, 22:34 Uhr

Wieso der französische Staat? Kann nicht gleich die EZB intervenieren? Mein Vorschlag:

Aktiva: Drucktaste. Passiva: Autos (Plastik, Aluminium, Glas, Gummi). Später die Rohstoffpreise hochjagen, und den Gewinn als Eigenkapital einbuchen.

So stell ich mir die Zukunft vor. Böse Menschen nennen das Inflation.

Wutbuerger

08.07.2012, 22:36 Uhr

Natürlich Aktiva <=> Passiva.

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