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05.06.2015

16:03 Uhr

Einstiegsmodell

Ferraris Dino kommt zurück

VonKatharina Kort

Der italienische Sportwagen-Hersteller Ferrari will die Marke „Dino“ wiederbeleben. Ein Billig-Ferrari soll es aber laut Sergio Marchionne nicht sein: Der neue Dino könnte 500 PS und einen V6-Motor haben.

Sergio Marchionne will früher oder später den legendären Dino wieder beleben.

Ferrari Dino 246 GTS Targa, Baujahr1972

Sergio Marchionne will früher oder später den legendären Dino wieder beleben.

MailandDie Gerüchte haben sich bestätigt. Sergio Marchionne will früher oder später den legendären Dino wieder beleben. Das Original – nach dem Sohn von Firmengründer Enzo Ferrari benannt –  wurde zwischen 1968 und 1974 gebaut und galt als günstigeres Einstiegsmodell.

Doch von einem Einstiegsmodell will der Fiat-Chrysler-Chef diesmal nichts wissen. Am Rande einer Testfahrt mit Journalisten vom Daily Telegraph und von Autocar sagte Marchionne auf die Frage, ob eine Wiederbelebung des Dino eine Frage des Ob oder des Wann sei: „Es ist ein Wann, nicht ein Ob. Wir wissen, dass es eine Ressource ist, die derzeit nicht ausgeschöpft wird. Aber deshalb müssen wir es richtig machen“. Er machte aber klar, dass es sich diesmal nicht um einen billigen kleinen Einstiegs-Ferrari handeln wird.

„Es interessiert mich nicht, 500 Autos mehr zu verkaufen, wenn ich damit den Namen von Ferrari kaputt mache“ sagte Marchionne.

Der neue Dino könnte 500 PS und einen V6-Motor haben, gab Marchionne zu verstehen. Damit könnte der Dino theoretisch auch den neuen V6-Motor, den Ferrari für Alfa Romeo und Maserati mit entwickelt hat. Der Motor wäre also kleiner als der V8-Motor, der im neuen 488 GTB steckt. Der Preis wird auf 200.000 Euro geschätzt und läge damit immer noch deutlich über dem, was etwa Mercedes, Audi oder oder BMW für ihre Sportwagen verlangen.

Ferrari ist die Vorzeige-Tochter in Italien von Fiat-Chrysler Automobiles. Die Kultmarke soll noch in diesem Jahr getrennt an die Börse kommen, um den vollen Wert der Marke auszuschöpfen.

Seit Marchionne den langjährigen Ferrari-Präsidenten Luca Cordero di Montezemolo im letzten Jahr gehen ließ, hat er selbst den Hut auf in Maranello. Beobachter rechnen damit, dass er vor allem die Stückzahlen deutlich erhöhen will. Ein neuer Dino würde dem helfen.

Kommentare (1)

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Herr Markus Rieksmeier

05.06.2015, 19:40 Uhr

Bitte! WIE konnte denn Ferrari mit dem Dino im Jahr 1968 auf einen Porsche Boxster antworten, der erst 1996 auf den Markt kam?

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