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31.10.2013

07:55 Uhr

Elektroautos

Erneut geht ein Tesla S in Flammen auf

Quelle:Spotpress

Tesla macht wieder mal unfreiwillig Schlagzeilen: Nach einem Unfall ist ein Model S in Flammen aufgegangen. Der Brand im mexikanischen Merida ist der zweite innerhalb kurzer Zeit. Am Fahrzeug soll es aber nicht liegen.

Elektroauto Tesla S - Erneuter Brand-Vorfall Tesla Motors

Elektroauto Tesla Model S

Düsseldorf/Palo AltoKnapp drei Wochen nach dem ersten Vorfall ist nun ein zweiter Fahrzeugbrand beim Elektroauto Tesla S bekannt geworden. Der Unfall ereignete sich am 18. Oktober im mexikanischen Merida. Der Fahrer der elektrischen Oberklasse-Limousine war laut lokalen Medienberichten offenbar mit hohem Tempo in einem Kreisverkehr unterwegs, als er die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Die Limousine kollidierte daraufhin mit einer Mauer sowie einem Baum und fing Feuer. Die Insassen konnten das Fahrzeug rechtzeitig und unverletzt verlassen.

Bereits Anfang des Monats war im US-Bundesstaat Washington ein Tesla S in Flammen aufgegangen. Verletzte gab es auch dabei nicht. Laut Tesla hatte die Elektro-Limousine bei Autobahngeschwindigkeit ein großes Metallteil überfahren, das von einem Lkw gefallen war. Das gekrümmte Teil schlitzte den Unterboden des Model S auf und sorgte für einen Kurzschluss im Batteriemodul, wodurch ein Brand entstand, der im Zuge der Löscharbeiten auf das komplette Fahrzeug übergriff.

Erst im August hatte das Elektroauto bei einem von der US-Aufsichtsbehörde für Verkehrs- und Fahrzeugsicherheit NHTSA durchgeführten Test in allen Kriterien mit der Bestnote von fünf Sternen abgeschnitten, Tesla wirbt seither mit dem Slogan „Das sicherste Auto Amerikas“.

Seit ein paar Wochen gibt es das Model S auch in Deutschland zu kaufen: Der Preis des Viertürers beginnt bei 71.840 Euro für die 225 kW/306 PS starke Variante. Handelsblatt Online hat bereits die stärkere Performance-Variante P85+ getestet, die nahezu voll ausgestattet allerdings bei rund 115.000 Euro liegt.

Mit der kleineren Batterie reicht die Kraft theoretisch für 370 Kilometer Fahrt, mit der größeren für 480 Kilometer – beides Spitzenwerte für Elektroautos.

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Tesla baut schnelle Elektroautos. Aber wenn sie in den Medien nicht so wegkommen, wie Firmenchef Elon Musk sich das wünscht, wird er zur „rasenden Wildsau“. Ein Tester, der wagte, die Autos zu kritisieren, packt nun aus.

Grundsätzlich sind nach Experten-Ansicht  E-Autos nicht weniger sicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Das zeigen Crashtest-Ergebnisse des Nissan Leaf ebenso wie der Crash-Test des neuen VW E-Up durch den ADAC: Der Kleinstwagen erzielte die gleichen guten Ergebnisse wie das konventionelle Modell.

Während einige Online-Nutzer in Foren auf der Tesla-Website bereits witzeln, der Brand in Mexiko habe eine Menge Marihuana im Kofferraum des Model S vernichtet, meinen andere, der Unfallhergang zeige, wie sicher der Tesla sei. Die National Highway Traffic Safety Administration hatte auch nach der Untersuchung des Vorfalls in Washington gemeldet, es habe bei dem betroffenen Model S keine Herstellerfehler oder Verstöße gegen die geltenden Sicherheitsstandards gegeben.

Bloomberg berichtet, der Wagen sei so schnell gewesen, dass er eine Betonmauer durchbrochen habe, bevor er mit einem Baum kollidierte.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

31.10.2013, 09:15 Uhr

Ein schreckliches Fahrzeug, dass muss sofort verboten werden! Es kann nicht angehen, dass damit eine Betonmauer durchbrochen und dann noch ein Baum gerammt wird und die Insassen unverletzt bleiben.
Vor zwei Tagen fuhr ich auf einer deutschen Autobahn an einem brennenden BMW vorbei - die Meldung dazu suche ich bisher vergebens.

simplex

31.10.2013, 09:48 Uhr

;-)
Sehr feinsinnig, Chapeau Monsieur!

AlwaysRoom4Improvement

31.10.2013, 10:03 Uhr

Honi soit qui mal y pense? Wenn ich so darüber nachdenke, was die Amerikaner alles so als Top-Auto-Technik verkaufen, wundert mich nichts.

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