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02.09.2014

17:05 Uhr

Elektromobilität

Experten fordern mehr Unterstützung für E-Autos

Elektro-Autos sind auf dem Vormarsch – und könnten schon bald flächendeckend eingeführt werden. Doch dafür brauch es die Unterstützung der Politik, meinen Experten. Sie sind sich außerdem einig: Der Autopilot kommt.

Ein Elektroauto wird aufgeladen: Laut Experten wird es bis 2050 technisch möglich sein, nur mit rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen im urbanen Raum zu fahren dpa

Ein Elektroauto wird aufgeladen: Laut Experten wird es bis 2050 technisch möglich sein, nur mit rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen im urbanen Raum zu fahren

Hannover Was wird die Logistik in der Stadt der Zukunft prägen: selbstfahrende Autos oder fliegende Drohnen-Kuriere? „Statt der Drohnen glaube ich eher an das automatisch fahrende Fahrzeug“, meint Professor Hans-Jörg Bullinger von der Fraunhofer-Gesellschaft. Bei einer Expertenrunde in Hannover zur Mobilität der Zukunft stand er am Dienstag nicht allein mit seiner Meinung. Angesichts wachsender Großstädte, eines knapper werdenden Raums, neuer Lebensstile und auch eines geschärften Umweltbewusstseins zeichnen sich in den Ballungsgebieten dieser Welt viele neue Szenarien ab.

Auch wenn noch jede Menge Fragen völlig offen sind: Die Industrie bereitet sich bereits darauf vor. Vor der IAA-Nutzfahrzeug-Messe vom 25. September bis zum 2. Oktober in Hannover stand am Dienstag bei der Expertenrunde das Thema Mobilität der Zukunft im Mittelpunkt. Bei der gemeinsam von der niedersächsischen Landeshauptstadt und der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge organisierten Veranstaltung stellten Manager, Stadtplaner und Wissenschaftler ihre Konzepte vor.

Für den Chef der VW-Konzernforschung, Jürgen Leohold, ist klar: „Der Autopilot ist keine Utopie mehr.“ Sein Szenario: Das Auto wird schlauer, lenkt sich selbst, kommuniziert mit anderen und wird sauberer, bleibt aber Teil der Mobilitäts- und Logistikkonzepte.

Der Individualverkehr in seiner bisherigen Form ist in den urbanen Zentren auf dem Rückzug. Viele Städte, so wurde in der Expertenrunde deutlich, versuchen, ihn mit unterschiedlich Konzepten zurückzudrängen. Ob mit einer bewussten Verringerung der Parkmöglichkeiten oder drastischeren Maßnahmen wie in Chinas Hauptstadt Peking. Dort werden monatlich 20.000 Kennzeichen für 1,5 Millionen Bewerber verlost, führte einer der Redner an. Oder meistbietend versteigert, wie in Schanghai. Alternative Konzepte wie Carsharing werden künftig Trumpf sein - für immer mehr Menschen ist das eigene Auto längst keine Selbstverständlichkeit mehr.

Das komplett vom Computer gesteuerte Auto ist Teil der Innovationen, mit denen die Industrie die Zukunft anpeilt. Etwa im Bereich der Elektro-Autos, die auch die etablierten Logistikwege vor völlig neue Herausforderungen stellen.

Kommentare (1)

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Herr Stephan Koehler

03.09.2014, 14:34 Uhr

"...Der Ruf nach staatlicher Anschubhilfe wurde daher auch beim Zukunftskongress in Hannover schnell wieder laut...."
--> Ich kann es nicht mehr hören, der Steuerzahler hat doch bereits den "armen" Autokonzernen genug für die Forschung mit alternativen Antrieben gezahlt.
Solange die Elektroautos für Normalverdiener bzw. den Massenmarkt nicht wirtschaftlich sind, ist es halt so, Punkt.
Es gibt aus meiner Sicht für Vater Staat viel wichtigere Dinge zu tun, als den "armen" Autokonzernen bei der Umstellung Ihrer Produktion zu helfen.

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