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12.01.2012

11:31 Uhr

Elektromobilität

Stromwiesel fallen im Kundentest durch

VonCarsten Herz

Mit Miniflitzern wollen Hersteller Großstadtkunden an das Elektro-Segment heranführen. Doch in einer Studie waren die Testfahrer eher gelangweilt von den Winzlingen.

Mit dem Renault „Twizy“ können deutsche Kunden nichts anfangen. AFP

Mit dem Renault „Twizy“ können deutsche Kunden nichts anfangen.

FrankfurtDer französische Hersteller Renault hat klare Vorstellungen. Sein neues batteriebetriebenes Kleinstauto Twizy soll den Verkehr in den Ballungsräumen revolutionieren und so den noch jungen Markt für Elektro-Autos aufmischen.

Der aufsehenerregende Zweisitzer, der in diesem Jahr zu den Händlern kommt, ist halb Auto und halb Motorroller – und steht für einen Trend. Denn auch Volkswagen hat vor einigen Monaten mit der Studie „Nils“ ein ähnliches Konzept vorgestellt. Konkurrent Opel arbeitet an einem Einsitzer mit Elektromotor.

Ob sich für die außergewöhnlichen Flitzer allerdings Kunden finden, ist zweifelhaft. Einer Studie des CAR Centers der Universität Duisburg-Essen zufolge werden es diese Konzepte zumindest auf Europas größtem Automarkt sehr schwer haben. Das Institut kommt zu dem Ergebnis, dass das Interesse an motorradähnlichen Zweisitzern in Deutschland bei null liegt. Nicht ganz so gewöhnungsbedürftige Elektroautos haben hingegen sehr wohl eine Chance.

In einem umfangreichen Experiment beobachteten die Forscher drei Monate lang das Verhalten von 226 repräsentativ ausgewählten Personen gegenüber Elektrofahrzeugen. Dabei wurden die Testpersonen eingangs befragt, danach längeren Praxistests mit den Fahrzeugen ausgesetzt und ihre Meinung am Ende zu den Stromern erneut eingeholt.

Eines der Ergebnisse: Vehikel wie der Renault Twizy stoßen in Deutschland auf keinerlei Kundeninteresse. Dennoch müssen die Hersteller von Elektroautos sich nicht entmutigen lassen. Denn es gibt auch ein positives Resultat: Die Kaufbereitschaft für Elektro-Fahrzeuge lag generell nach dem Fahren deutlich höher als vor dem Test.

Kommentare (10)

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barcode

12.01.2012, 12:00 Uhr

Car-Sharing ist das falscheste aller falschen Instrumente. Wer macht denn Carsharing? Menschen, die sich kein Auto leisten wollen oder können, aber gelegentlich eins brauchen. Die werden sich aber auch dann keins kaufen, wenn sie dabei das Elektroauto kennen lernen. Also vollkommener Schwachsinn, wie so oft von dem "Experten" Dudenhöffer.

Account gelöscht!

12.01.2012, 12:10 Uhr

Wieso Car-sharing besser sein soll als ein preiswerter Mietwagen ist mir schleierhaft. Soviel zur Idee.

Wenn man aber eine neues Geschäftsmodell auch noch zusammen mit einer neuen Technik, dem Elektroauto, ausprobieren möchte, warum bietet man das Ganze dann noch zusätzlich belastend als völlig unattracktives Design an.

Ist das Unfähigkeit, Sabotage oder nur Gedankenlosigkeit?

Account gelöscht!

12.01.2012, 12:13 Uhr

Das Elektro-Auto wird kommen auch wenn die Autoindustrie das zu verhindern sucht.

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