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28.03.2018

14:23 Uhr

Elektromobilität

Tesla Model S ist zurück auf der Elektro-Förderliste

Tesla bietet sein Model S in Deutschland jetzt ohne „Komfort-Paket“ an. Damit kann der Kauf des Elektroautos wieder gefördert werden.

Batterien für E-Autos

Lithium-Schatz im Erzgebirge: Zukunft der E-Autos liegt in Sachsen

Batterien für E-Autos: Lithium-Schatz im Erzgebirge: Zukunft der E-Autos liegt in Sachsen

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Berlin/EschbornFür das Elektroauto Tesla S können Fahrzeugkäufer wieder Förderprämien des deutschen Staats erhalten. Nachdem das Modell zum Ende vergangenen Jahres von der Liste der förderfähigen Fahrzeuge gestrichen worden war, ist es nun laut Website des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) wieder zurückgekehrt.

Hintergrund sind ein neues Gutachten und Zusagen des US-Herstellers, das Model S nunmehr auch ohne das sogenannte „Komfort-Paket“ auszuliefern. Auf seiner deutschen Website schreibt Tesla: „Wir weisen darauf hin, dass das Tesla Model S auch ohne Komfort-Paket bestellt werden kann und ausgeliefert wird.“ Nur so kann bei dem Sportwagen der für eine Förderung vorausgesetzte Netto-Endpreis von höchstens 60.000 Euro eingehalten werden. Teurere Wagen werden nicht gefördert.

Antragsteller müssen nun neben den Kaufvertragsunterlagen auch eine Bestätigung darüber beibringen, welche Teile des Komfortprogramms bei ihrem Tesla gesperrt beziehungsweise aktiviert sind. Das Auto war im Dezember von der Liste genommen worden, weil die gerade noch in den Preisrahmen passende Basisversion im Handel gar nicht erhältlich war.

Diese Hersteller verkaufen die meisten Elektroautos weltweit

Platz 10

Obwohl der Nissan Leaf das meistverkaufte Elektro-Auto der Welt ist, reichen die 52.000 Verkäufe im vergangenen Jahr nur für Platz 10. Dieses Jahr kommt jedoch eine neue Auflage des Leaf auf den Markt.

Quelle: EV Sales

Platz 9

Um über 90 Prozent hat Toyota seinen Absatz an E-Fahrzeugen im letzten Jahr gesteigert. Denn auch die halbelektrischen Plug-In-Hybride werden in der offiziellen Statistik mitgezählt, und die verkauften sich im vergangenen Jahr 54.000 Mal.

Platz 8

General Motors war mit dem Chevrolet Bolt einer der ersten Hersteller mit einem Elektroauto für den Volumenmarkt. 2017 reichte der Elektroabsatz der Amerikaner für den 8. Platz im Ranking mit 54.000 verkauften Autos.

Platz 7

Chinas größter Autohersteller SAIC verbuchte im letzten Jahr einen guten Absatz von 56.000 Elektroautos – und ist damit im Heimatland keinesfalls der größte Hersteller von Elektroautos. Zuletzt kündigte Infineon an, ein Joint Venture mit den Chinesen einzugehen.

Platz 6

Auf Daimler-Aktionär Geely profitiert vom Elektroboom in China: 2017 verkaufte der Konzern 67.000 Elektroautos, unter anderem unter der neuen Marke Lynk&Co. Ob auch Daimler von der Elektrokompetenz der Chinesen profitieren kann?

Platz 5

Volkswagen sichert sich den fünften Platz im Ranking. 70.000 E-Autos verkauften die Wolfsburger letztes Jahr. Dabei bieten die Wolfsburger bislang nur den Elektro Golf und den e-Up, sowie einige Plug-in-Hybride an. Die große Elektrowelle aus Wolfsburg rollt erst an.

Platz 4

Elektro-Pionier Elon Musk landet mit Tesla nicht mal auf dem Treppchen. 101.000 Elektroautos verkaufte er im letzten Jahr, damit reicht es nur für Platz 4. Allerdings soll dieses Jahr die Produktion des Massenmodells Model 3 massiv hochgefahren werden.

Platz 3

Bronze im Elektrovergleich geht nach München. BMW hat im letzten Jahr noch einmal kräftig zugelegt und verkaufte 102.000 Autos, vor allem, weil die halbelektrischen Plug-in-Hybriden deutlich zugelegt haben. Reine Elektroautos verkaufen die Münchener unter der Marke BMWi.

Platz 2

Die Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) ist in Europa weitgehend unbekannt, aber der fünftgrößte Automobilkonzerns Chinas. Mit der Tochter BJEV verkaufen die Chinesen reine Elektrofahrzeuge und wollen auch Daimler bei der Elektro-Expansion in China helfen. 2017 konnte BAIC den Verkauf von Elektromodellen im letzten Jahr gut verdoppeln, auf 104.000 Fahrzeuge.

Platz 1

Mit einem leichten Wachstum von 102.000 auf 114.000 verkaufte Elektroautos landet der chinesische Konzern BYD erneut auf Platz eins. Der BYDe6 ist ein Elektro-SUV, das in Asien vor allem in Taxiflotten eingesetzt wird.

Die Elektro-Prämie kann seit Anfang Juli 2016 beim Bafa beantragt werden. Die Förderung gilt rückwirkend für Fahrzeuge, die seit dem 18. Mai 2016 gekauft wurden. Für reine Elektrowagen mit Batterie gibt es 4000 Euro, für Hybridautos sind es 3000 Euro. Finanziert werden die Prämien je zur Hälfte vom Bund und vom jeweiligen Hersteller.

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Von

dpa

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