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25.07.2012

17:31 Uhr

Erdgasautos

So sicher wie Benziner und Diesel

Quelle:MID

Erdgasautos und Erdgastankstellen erfüllen hohe Sicherheitsstandards und sind auch bei Unfällen ebenso sicher wie Benziner und Dieselfahrzeuge. Die strengen Vorgaben hat der ADAC in diversen Crash-Tests überprüft.

Mehr als fünf Millionen Tankvorgänge an Erdgastankstellen gehen jährlich in Deutschland unfallfrei über die Bühne. MID

Mehr als fünf Millionen Tankvorgänge an Erdgastankstellen gehen jährlich in Deutschland unfallfrei über die Bühne.

BerlinErdgasautos und Erdgastankstellen erfüllen sehr hohe Sicherheitsstandards und sind auch bei Unfällen ebenso sicher wie Benziner und Dieselfahrzeuge. Die strengen Vorgaben hat der ADAC in diversen Crash-Tests überprüft. Das Resultat: Egal ob Front- oder Seitenaufprall, die Gastanks bleiben unbeschädigt an ihrem Platz, da sie durch einen robusten Metallkäfig geschützt sind.

Zudem ist bei keinem Zusammenstoß Erdgas ausgetreten. Dafür sorgen die elektromagnetischen Absperrventile an den Tanks. Bei einem weiteren Test steckten die Prüfer das Fahrzeug vorsätzlich in Brand. Dabei verhinderte eine sogenannte "Schmelzsicherung" der Tanks das unkontrollierte Entweichen des Gases und die damit verbundene Explosionsgefahr.

Bei modernen Erdgasfahrzeugen sind die Gasflaschen in einem Sandwichboden montiert und für einen Betriebsdruck von 200 bar ausgelegt. Um auch schwere Unfälle unbeschädigt zu überstehen, testet der TÜV die Tanks laut Vorschrift bei einer Belastung von 600 bar.

Selbst wenn Erdgas aus einem undichten Tank austritt, verflüchtigt es sich umgehend in der Atmosphäre, da es leichter ist als Luft. Anders liegt der Fall bei Autogas. Das Propan-Butan-Gemisch ist schwerer als Luft und breitet sich nach dem Austreten langsam am Boden aus.

Auch die Erdgastankstellen unterliegen strengen behördlichen Vorgaben, werden regelmäßig gewartet und bieten so maximale Sicherheit. Das beweisen die mehr als fünf Millionen Tankvorgänge, die in Deutschland jährlich unfallfrei vonstatten gehen.

Antriebsarten und ihre Abgaswerte

Motoren im Vergleich

Wie sehr ein Auto die Luft verpestet, hängt davon ab, was unter der Haube steckt. Denn je nach Motor stößt ein Wagen unterschiedlich viele Feinstaub-Partikel (PM) und Stickstoffdioxide (NO2) aus. Hier ein Überblick über das Abgasverhalten verschiedener Motoren.

Benzinmotoren

Moderne Benzinmotoren werden durch Direkteinspritzung zwar sparsamer gegenüber der Vergaser-Technik - und damit wird auch ihr CO2-Ausstoß gesenkt. Doch haben die Einspritzmotoren oft einen höheren Feinstaub-Ausstoß. Nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe stoßen sie eine sehr hohe Zahl an ultrafeinen Partikeln aus, die massive gesundheitliche Folgen für die Atemwege und das Herz-Kreislauf-System haben können. In der Untersuchung kam heraus: Benzinfahrzeuge überschritten den aktuellen Grenzwert für Dieselfahrzeuge teils um das Sechsfache.

Dieselmotoren

Trotz Rußpartikelfilter - Selbstzünder sind laut Verkehrsclub Deutschland (VCD) die weniger sauberen. Der Grund: Ihr aktueller Grenzwert nach Euro-5-Norm ist beim Ausstoß von Stickoxiden (NOx) dreimal höher als bei Ottomotoren. Demnach dürfen Diesel bis zu 180 mg/km an Stickoxiden ausstoßen, während der Vergleichswert bei Benzinern bei 60 mg/km liegt. Bei den Feinstaubpartikeln liegen beide Verbrennungsprinzipien mit erlaubten 5 mg/km gleichauf. Diesel-Pkw können die aktuelle Euro-5-Norm nur mit Hilfe eines Partikelfilters erreichen.

Erdgas- und Autogasantriebe (CNG und LPG)

Erdgas gilt unter den fossilen Treibstoffen in der Expertenwelt als der sauberste. So stoßen Fahrzeuge, die CNG (Compressed Natural Gas) tanken, noch weniger Stickoxide aus als Benziner. Der TÜV Süd nennt gegenüber Benzinern eine Reduktion um bis zu 60 Prozent, bei LPG seien bis zu 15 Prozent weniger möglich. Erdgasautos emittieren zudem fast gar keine Rußpartikel.

Hybrid- und Elektroantriebe

Auch Hybridfahrzeuge müssen die Abgasnormen der EU einhalten. Generell lässt sich dem VCD zufolge sagen, dass Dieselhybride, wie sie neuerdings angeboten werden, mehr Schadstoffe ausstoßen als Benzinhybride. Fahren sie im rein elektrischen Modus, stoßen sie keine Schadstoffe aus - doch liegt die Reichweite für den E-Modus meist nur bei wenigen Kilometern. Dann springt der Verbrenner an. Elektroautos stoßen während der Fahrt zwar keinerlei Schadstoffe aus. Doch bei ihrer industriellen Fertigung und bei der Stromerzeugung werden ebenfalls Rußpartikel und Stickoxide erzeugt.

Aktuelle Luftdaten
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Studie zu Umweltzonen
Kurzinfo zu Umweltzonen
Hintergrundpapier zu Feinstaub
Fragen und Antworten zu Feinstaub
Fragen und Antworten zu Stickstoffoxiden

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