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27.01.2015

13:36 Uhr

Eroberungsquoten

Macan wildert erfolgreich bei anderen Marken

Quelle:Spotpress

Kommt ein neues Modell auf den Markt, soll es möglichst nicht den Erfolg der anderen Autos einer Marke schmälern. Das klappt bei drei vergleichbaren Lifestyle-SUV ganz unterschiedlich gut.

Eroberungsquoten in der Nische - Räuberischer Porsche Macan Porsche

Porsche Macan: Acht Prozent der Käufer fuhren vorher einen 911er.

Mit BMW X4, Mercedes GLA und Porsche Macan sind im vergangenen Jahr drei Lifestyle-SUV auf den Markt gekommen, die bei ihrem jeweiligen deutschen Premiumhersteller eine vorher nicht besetzte Nische füllen.

Ihr Ziel ist klar: Neue Zielgruppen erobern. Nach einer Analyse der Frankfurter Marktforscher von Dataforce gelingt das aber nicht allen dreien gleich gut.

Markenwechsel verursachte vor allem der Porsche. Nur 21 Prozent der Macan-Fahrer kamen von einem anderen Porsche-Modell zum kleinen SUV aus Stuttgart, entsprechend zog der Macan 79 Prozent seiner Käufer von anderen Marken. Davon fuhren vorher 8,5 Prozent einen Audi Q5, sechs Prozent den BMW X3 und 3er BMW sowie fünf Prozent die Mercedes M-Klasse.

Innerhalb der Marke Porsche gewinnt der Macan die meisten Kunden (zehn Prozent) vom Cayenne. Selbst klassische 911er-Fahrer entscheiden sich für den sportlichen Geländewagen (acht Prozent).

Porsche Macan S im Handelsblatt-Test: Einer, der Staub aufwirbelt

Porsche Macan S im Handelsblatt-Test

Einer, der Staub aufwirbelt

Der neue Porsche Macan macht Träume für viele fast erschwinglich. Und das Beste: Wer einsteigt, hat nicht ausgeträumt. Ist der kleine Bruder des Cayenne endlich so eine Art Volksporsche?

Die neuen GLA-Fahrer kamen zum Großteil von anderen Mercedes-Modellen: 65,8 Prozent fuhren zuvor bereits ein Auto der Stuttgarter. Rund 19 Prozent stiegen von der C-Klasse, 13 Prozent von der B-Klasse um, etwa jeder zehnte fuhr zuvor A-Klasse. 34 Prozent der GLA-Käufer kamen von anderen Herstellern: Acht Prozent hatten vorher einen BMW 3er, sieben Prozent einen VW Golf und 5,4 Prozent einen A4.

Noch weniger stark ist der BMW X4 in Sachen Eroberung neuer Zielgruppen: Gut 77 Prozent der X4-Fahrer fuhren bereits zuvor BMW. Bei rund einem Drittel war es ein X3, 17 Prozent nannten einen 5er und 15,5 Prozent vom 3er. Vom Audi Q5 sind drei Prozent gewechselt, von Mini und A5 gut ein Prozent.

Die neuen GLA-Fahrer kamen zum Großteil von anderen Mercedes-Modellen: 65,8 Prozent fuhren zuvor bereits ein Auto der Stuttgarter Mercedes-Benz

Die neuen GLA-Fahrer kamen zum Großteil von anderen Mercedes-Modellen: 65,8 Prozent fuhren zuvor bereits ein Auto der Stuttgarter

Die Marktforscher ermittelten die Wanderungsbewegungen im Rahmen einer dauerhaften Statistik zu den Neuzulassungen. Dabei untersuchten sie auch Alter und Geschlecht der Käufer. Während beim BMW X4 noch 84 Prozent seiner Fahrer männlich sind, sind es beim GLA 76 Prozent.

Gut 77 Prozent der X4-Fahrer fuhren bereits zuvor BMW BMW

Markentreu: Gut 77 Prozent der X4-Fahrer fuhren bereits zuvor BMW

Weiter ausgeglichen ist das Verhältnis zwischen Mann und Frau bei den Macan-Fahrern/-innen. 70 Prozent der Macan werden auf männliche Autofahrer zugelassen und immerhin 30 Prozent der Fahrzeuge auf Frauen. Somit ist Porsches SUV im direkten Vergleich das Modell, welches am ehesten von Frauen präferiert wird.

Altersspezifisch springt beim GLA sofort ins Auge, dass er beim Alter der Zielgruppe breiter aufgestellt ist. Er lockt überdurchschnittlich viele junge als auch ältere Fahrer an. 

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