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18.11.2015

13:18 Uhr

Erste Ausfahrt im neuen Toyota Prius

Er ist keine Schönheit und will auch keine sein

Quelle:dpa

Nicht schön, sondern anders und sparsam zu sein, das gehört seit 18 Jahren zum Toyota Prius wie sein Hybridantrieb. Jeder soll auf Anhieb sehen, was für eine innovative Technik unter dem unkonventionellen Blechkleid steckt.

Sein Design ist immer noch unverkennbar. Was bislang nicht unbedingt ein Vorteil war. PR

Toyota Prius

Sein Design ist immer noch unverkennbar. Was bislang nicht unbedingt ein Vorteil war.

Nein, auf den üblichen Listen und in Rankings mit gefälligem Autodesign ist er nie aufgetaucht, der Toyota Prius. Bisher. Doch wenn die Japaner im Frühjahr zu Schätzpreisen ab 30.000 Euro die vierte Generation an den Start bringen, wollen sie nicht mehr nur mit inneren Werten überzeugen: Schnittig gezeichnet, modern möbliert und beim Fahren deutlich kultivierter wird er sein, der Teilzeitstromer.

Künftig muss er auch die alltäglichen Anforderungen an ein Allerwelts-Auto meistern, denn in Zeiten, in denen der Hybrid neben Diesel und Benziner allmählich Standard wird, ist es mit einem niedrigen Verbrauch alleine nicht mehr getan.

Kleine Änderungen mit großer Wirkung

Entsprechend gering fallen die Änderungen unter der Haube aus. Zwar wird das ganze System leichter, braucht weniger Platz und wird vor allem noch einmal 15 Prozent sparsamer. Entsprechend sollte der Prius auf dem Prüfstand künftig mit 3,0 statt 3,9 Litern zufrieden sein und auf einen CO2-Ausstoß von 79 g/km kommen.

Das Spitzentempo liegt bei 180 km/h. dpa

Toyota Prius

Das Spitzentempo liegt bei 180 km/h.

Aber der 1,8-Liter-Vierzylinder, der jetzt mit einem Wirkungsgrad von 40 Prozent fast so effizient ist wie ein Diesel, bleibt bei 72 kW/98 PS. Die E-Maschine büßt sogar ein wenig Leistung ein und unterstützt den Verbrenner jetzt nur noch mit 53 kW/72 PS. Und der Akku reicht auch weiterhin lediglich für etwa zwei Kilometer mit Strom statt Sprit.

Außerdem belässt es Toyota zumindest für die Exportmodellen bei der antiquierten Nickel-Metall-Hydrid-Technologie, während daheim in Japan mit Verweis auf den zähen Stopp-And-Go-Verkehr und das schlechte Klima die leistungsfähigeren Lithium-Ionen-Zellen eingebaut werden. In Tagen, in denen die Hybrid-Nachzügler aus Europa diese neuen Akku-Zellen längst zum Standard gemacht haben, ist das ein mutiger Schritt.

Eine Plug-In-Variante mit erweitertem elektrischem Aktionsradius wird es frühestens 2017 geben. PR

Toyota Prius

Eine Plug-In-Variante mit erweitertem elektrischem Aktionsradius wird es frühestens 2017 geben.

Genau wie der vorläufige Verzicht auf eine Plug-In-Variante mit erweitertem elektrischem Aktionsradius. Die kommt frühestens 2017, wird mit einem hohen Aufpreis verbunden sein und nach aktuellem Stand auch künftig nur als Kleinserie produziert werden.

Weniger Platz für die Komponenten, mehr Raum für Koffer

Immerhin nimmt die Batterie die vom E-Motor beim Bremsen zurückgewonnene Energie schneller auf und wird außerdem so klein, dass sie jetzt unter die Rücksitze passt. Während sich bei nahezu unveränderten Abmessungen im Innenraum an den Platzverhältnissen nichts ändert, gewinnt Toyota so immerhin zehn Prozent Kofferraum und kann nun mit einem Ladevolumen von 502 Litern punkten.

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