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25.11.2011

13:24 Uhr

Erste technische details

Mercedes SL komplett aus Aluminium

Quelle:ampnet

Was für Porsche der 911, ist für Mercedes der SL. Und der Edelsportler wird für seine sechste Auflage kräftig trainiert. "Super Leicht" wird der SL vor allem dank einer neuen Haut - mit mehr Löchern.

SL steht für super leicht: Beim Mercedes SL wird künftig mit mehr Leichtmetall für rund 100 Kilo weniger Gewicht allein bei der Karosse gesorgt. PR

SL steht für super leicht: Beim Mercedes SL wird künftig mit mehr Leichtmetall für rund 100 Kilo weniger Gewicht allein bei der Karosse gesorgt.

Zwischen SLK und SLS passt in die Mitte immer noch ein SL. Noch in diesem Jahr soll die sechste Generation seit dem 300 SL von 1954 als „Mittelstürmer“ der Stuttgarter Roadster-Championsleague antreten und natürlich die Rolle als Spielmacher unter den Edelsportlern übernehmen. Austrainiert sei er heute bereits, sagen seine Trainer. Gegenüber seinem Vorgänger habe er 140 Kilogramm abgenommen und könne auch sonst auf viele Stärken verweisen.

Übergewicht kann sich heute im Automobilbau niemand mehr leisten. Deswegen hört man jetzt überall das Stichwort vom Leichtbau, wobei die Entwickler des SL sich einer besonderen Verpflichtung gegenübersehen; denn „SL“ steht für „Super Leicht“ beim ursprünglichen Uhlenhaut-Sportcoupé von 1952 mit den berühmten Flügeltüren, die heute dem SLS vorbehalten sind. Die Rohkarosse besteht zu 90 Prozent aus Aluminium und wiegt mehr als 100 Kilogramm weniger als eine vergleichbare Stahlkarosserie.

Noch getarnt auf Erprobungsfahrt: Der neue SL kann ab Mitte Dezmber bestellt werden und kommt im Februar 2012 auf den Markt. PR

Noch getarnt auf Erprobungsfahrt: Der neue SL kann ab Mitte Dezmber bestellt werden und kommt im Februar 2012 auf den Markt.

Für einen künftigen SL 350 addieren sich die Leichtbaumaßnahmen auf insgesamt 140 Kilogramm, für einen SL 500 auf 125 Kilogramm, was bei ihm zu einem Leergewicht von 1710 Kilogramm führt. Wo wir schon bei den konkreten Daten sind: Der Neue wächst in der Länge um 50 Millimeter, beim Radstand um 25 Millimeter. Die Spur vorn legt um 10 Millimeter zu, die Spur hinten um sogar 70 Millimeter. 17- bis 20-Zoll-Räder sind möglich.


Seine Premiere wird der SL auf der North American International Motor Show (NAIAS) im Januar in Detroit erleben; in Europa ist die Markteinführung für den kommenden März geplant. Kaufen kann man ihn ab 15. Dezember. Für sein Geld bekommt man dann weniger Masse, dafür aber sicher mehr Klasse.

Bleiben wir zunächst bei der Karosserie, bei der Alu in vielen Legierungen mit vielen Verfahren verarbeitet wird: Teile aus Kokillenguss, Vakuum-Druckguss und Strangpressprofile sowie unterschiedlich dicke Aluminiumbleche kommen zum Einsatz. Zusammengefügt werden sie mit zum Teil neuen Verfahren wie Metall-Inertgas-Schweißen, Falzen, Kleben, Fließlochschrauben, Vollstanznieten oder Reibrührschweißen.

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Heraus kommt ein SL-Rückgrat mit rund einem Fünftel höherer Verwindungssteifigkeit. Das hat nicht nur Vorteile beim Fahrverhalten, sondern auch bei der Entwicklung von Geräuschen und Schwingungen. Der neue SL dürfte ruhiger und leiser fahren.

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