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29.01.2014

11:55 Uhr

Erster Porsche kommt ins Museum

Der Elektro-Schatz aus der Scheune

Quelle:Spotpress

Über 100 Jahre war es verschollen. Nun ist das erste Fahrzeug von Ferdinand Porsche wieder aufgetaucht. Für die damalige Zeit steckt es voller ausgeklügelter Ideen. So sorgte für den Antrieb ein Elektromotor.

Die erste Konstruktion von Ferdinand Porsche aus dem Jahr 1898. Porsche

Die erste Konstruktion von Ferdinand Porsche aus dem Jahr 1898 steht nun im Porsche-Museum. Der nicht mehr vorhandene Aufbau wurde zeitgemäß nachempfunden.

Das Porsche Museum in Stuttgart-Zuffenhausen feiert seinen fünften Geburtstag und beschenkt sich dabei selbst mit einem neuen Exponat. Was auf den ersten Blick an eine alte Pferdekutsche erinnert, ist nichts Geringeres als der allererste Porsche.

Nach 116 Jahren wurde das originale und unrestaurierte „Egger-Lohner-Elektromobil Modell C.2 Phaeton“, kurz P1 genannt, in einer Scheune in Österreich wiedergefunden.

Die Geschichte des Unternehmens Porsche beginnt nicht im Jahr 1948. Zwar kam damals das erste Serienmodell, der Typ 356, auf den Markt. Aber bereits 50 Jahre zuvor war Ferdinand Porsche bereits mit einem selbst konstruierten und gebauten Fahrzeug durch die Straßen Wiens gerollt: eben dem P1.

Revolutionär war die Vielzahl der in diesem Fahrzeug verwirklichten Ideen. Als Antrieb nutze der junge Porsche einen von ihm selbst konstruierten Elektromotor, der 2,2 kW/3 PS leistete. Bei Überbelastung waren kurzfristig auch 3,7 kW/5 PS möglich, womit das Fahrzeug bis zu 35 km/h erreichte.

Die Geschwindigkeit wurde dabei mittels eines Reglers in 12 Stufen gewählt. Die Gesamtreichweite betrug schon damals erstaunliche 80 Kilometer. Durch eine Wechselkarosserie konnte der Wagen sowohl im Winter als auch im Sommer genutzt werden.

Seine erste Bewährungsprobe erwartete den P1 im September 1899 bei der Internationalen Motorwagen-Ausstellung. Um die Leistungsfähigkeit von Elektromobilen zu testen, wurde in Berlin eine Wettfahrt über 40 Kilometer Distanz ausgeschrieben. Ferdinand Porsche kam als Erster ins Ziel, mit drei Passagieren an Bord und 18 Minuten Vorsprung. Und auch in der Wirtschaftlichkeitswertung siegte der P1, denn er hatte im Stadtverkehr den geringsten Energiebedarf.

Den Namen P1 erhielt das Fahrzeug übrigens nicht von ungefähr: Ferdinand Porsche ließ das Kürzel in alle wichtigen Bauteile schlagen, um es klar als ersten Porsche zu kennzeichnen.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

29.01.2014, 12:39 Uhr

Wow. Da haben wir es in den letzten 100 Jahren ja weit gebracht. Mit Elektromobilität fing alles an und dann....
Diesel, Benziner, Gas. Und nun zweiter Versuch: Elektro, Hybrid Benzin-Gas, Benzin-Elektro, Wasserstoff-Elektro.
Und wo stehen die Deutschen Autobauer heute im Bezug auf Elektro und Brennstoffzellen? Es bleibt das hoffen auf ein gutes Ende. :-)

No-Innovation-in-Germany

30.01.2014, 09:52 Uhr

(....der Typ 356, auf den Markt. Aber bereits 50 Jahre zuvor war Ferdinand Porsche bereits mit einem selbst konstruierten und gebauten Fahrzeug durch die Straßen Wiens gerollt: eben dem P1....)

Das kann zum deutschen Glück heute nicht mehr passieren! Der Porsche wäre in Deutschland nie konstruiert worden.

Gab letztens einen guten Bericht über die VERBOTENE Nutzung von Garagen in Deutschland. Es waren mehrere Garagen abgelichtet mit verbotenen Inhalt.

-Kaminholz an der Wand
-Wohnzimmermöbel die wegen Renovierung dort standen
-Eingerichtete Werkstatt

etc...etc

Laut Bericht alles VERBOTEN und stellt eine Ordnungswidrigkeit in Deutschland da, die auch schon von Gemeinden verstärkt abkassiert wird.

Ich dachte mir noch, man oh man...., ein Glück das Steve Jobs Amerikaner war, das Goodyear Amerikaner war, das Edison Amerikaner war, das Bell Amerikaner war...

Wie würde die Welt wohl heute aussehen, ohne Erfindungen in den Garagen dieser Welt.

Ich stelle mir gerade einen kleinen Filmbeitrag vor. ;-)

Mann mit preussischer Pikelhaube betritt Grundstück.

"Hallo Sie beide!"
"Was machen Sie da?"

"Ähmmm,.... wir konstruieren eine selbstfahrende Kutsche."

"Damit wollen Sie ja wohl nicht auf öffentlichen Wegen fahren?"

"Doch, eigentlich schon."

"Das ist VERBOTEN!"

"Hier haben Sie Ihre Ordnungswidrigkeit über 100 Taler, wegen bestimmungswidriger Benutzung der Garage!"

"Wie sind Ihre Namen?"

"Mein Name ist Carl Benz und mein Kollege ist Gottlieb Daimler."

"Ich habe mir Ihre Namen notiert! Und räumen Sie sofort die Garage das ist in Deutschland ordnungswidrig!"

..... drei Wochen später kam raus, das der Nachbar und Lobbyist des Pferdezüchterverbandes, den Herr mit der Pikelhaube geschickt hatte.





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