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07.08.2012

13:02 Uhr

Fahrbericht Karabag new500E

Elektro-Fiat nicht nur für Pizzaboten

Quelle:MID

Rund 100 Kilometer Reichweite sind für einen Elektroauto in der Stadt wirklich ausreichend und der stufenlose Vortrieb zeigt komfortable Vorzüge. Der Karabag new500E begeistert nicht nur Pizza-Flitzer.

Sieht wie ein normaler Fiat 500 aus, fährt aber rein elektrisch: der Karabag new500E.

Sieht wie ein normaler Fiat 500 aus, fährt aber rein elektrisch: der Karabag new500E.

HamburgJoey´s Pizza in Hamburg setzt auf verminderte Lärm- und CO2-Emissionen. Mit der E-Mobilität der Lieferfahrzeuge gelingt das. Und für tägliche Lieferfahrten kommt unter anderem ein Karabag new500E zum Einsatz. Der sieht wie ein normaler Fiat 500 aus, fährt aber rein elektrisch. Die Lithium-Polymer-Batterie sitzt in der ehemaligen Reserveradmulde. So bleibt das Transportvolumen voll erhalten. An der Fahrzeugfront kann der new500 mit Strom betankt werden.

Das Aufladen des Fahrzeuges ist an jeder „normalen“ 230V/50Hz-Steckdose möglich. Die Komplettladezeit beträgt etwa sieben Stunden. Schneller geht es mit einem 9-kW-Drehstromanschluss, den die Fahrer eines Karabag in Autowerkstätten oder an Tankstellen finden. Diese Stromleistung ist in der Regel auch in jedem Haushalt vorhanden, da beispielsweise Elektroherde auf dieser Leistungsebene arbeiten. Hier beträgt die Ladezeit etwa drei Stunden.


Mit voller Akkuladung sind rund 100 Kilometer Fahrt möglich, bei frostigen Temperaturen und häufigem Abrufen der vollen Leistung kommt man nicht so weit. Für die durchschnittlich am Tag zurückgelegten Wege reicht es allemal. Der new500E fährt bis zu 110 km/h schnell. Der Vortrieb überzeugt.

Dabei hilft der Verzicht auf Kuppeln und Schalten, denn zur Wahl stehen nur die Programme „vorwärts“ und „rückwärts“, die über den kurzen Wählhebel eingelegt werden. Entsprechend einfach ist die Bedienung. Ebenso wenig werfen alle anderen Funktionen des Fahrzeugs Rätsel auf, schließlich handelt es sich um ein bewährtes, hochwertiges Fahrzeug aus großer Serie.

Im zentralen Anzeigeinstrument des Karabag new500E steht die Tankfüllung für den Batterieladezustand, der auch digital (hier: 99,4 Prozent) angegeben ist.

Im zentralen Anzeigeinstrument des Karabag new500E steht die Tankfüllung für den Batterieladezustand, der auch digital (hier: 99,4 Prozent) angegeben ist.

Für die Heizung musste eine neue Lösung her, denn die Abwärme des Verbrennungsmotors steht nicht zur Verfügung. Gemeinsam mit Eberspächer hat Karabag daher eine Bio-Ethanol-Heizung entwickelt, um auch dabei CO2-neutral unterwegs zu sein. Der Tankstutzen findet sich hinten links wie beim Serien-Fiat 500.

Auch wenn der Preis für die Fahrzeuge heute noch bei ab 36.000 Euro liegt, mit einem Full-Service-Leasing macht die Karabag GmbH ihre Fahrzeuge bereits heute auch für kleinere Mittelständler interessant. Über eine Laufzeit von vier Jahren deckt die Leasinggebühr nicht nur das Auto mit Vollgarantie, sondern auch die Wartung, alle Reparaturen und Verschleißteile sowie die Versicherung ab. 100 Prozent Ökostrom wird ebenfalls mitgeliefert. Wenn sich die Absatzzahlen wie erwartet weiterentwickeln, kann der Preis der Fahrzeuge bereits bald auf unter 30.000 Euro sinken.

Im Frühjahr 2012 schuf die Karabag GmbH zusammen mit dem Unternehmen Still, bekannt durch Gabelstapler, das erste flächendeckende Servicenetz für Elektroautos in Deutschland. Im nächsten Schritt entsteht nun ein deutschlandweites Händlernetz.

Die Produktpalette der Karabag GmbH umfasst neben dem new500E den Fiorino E, den Doblò E als weiteren etwas größeren Kleintransporter, den Scudo E als Vertreter der sogenannten Vito-Klasse und schließlich den Ducato E in allen Größen und Gewichtsklassen bis 4 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht als Vertreter der Sprinterklasse. Der Fiorino E und die Transporter-Range erreichen eine Geschwindigkeit von bis 140 km/h.

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