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05.07.2013

09:39 Uhr

Fahrmaschine Vuhl 05

Das pure britische Vergnügen

Quelle:MID

Puristische Fahrmaschinen, voll zugeschnitten auf Antrieb und Fahrer, frei von verweichlichten Schutzmaßnahmen, stammen traditionell aus England. Neben Ariel und Caterham betritt nun Vuhl die Szene.

Mit dem "Vuhl 05" kommt ab Frühjahr 2014 eine weitere puristische Fahrmaschine aus England auf den Markt. PR

Mit dem "Vuhl 05" kommt ab Frühjahr 2014 eine weitere puristische Fahrmaschine aus England auf den Markt.

London/GroßbritannienWarum sich ausgerechnet im regnerischen klimatischen Umfeld der Britischen Insel ungezählte Roadster und andere quasi dachlose Automobile entwickeln konnten, ist für viele eines der ungeklärten Rätsel der Automobilgeschichte. Andererseits reicht ein Blick auf die britischen Zulassungsgesetze um zu erkennen: Kleinserien-Hersteller müssen auf der Insel traditionell für so genannte Kit-Cars keine aufwändigen und teuren Crashtests bestehen.

Und so stellte Lotus schon 1957 mit dem "Seven" einen Zweisitzer vor, der nahezu komfortfrei ab 1973 in den Fundus der Firma Caterham überging und bis heute Kultstatus genießt.

2002 setzte die Manufaktur "Ariel" im britischen Somerset neue Standards für automobile Fortbewegung im (fast) karosseriefreien Raum. Der "Atom" verzichtet fast vollständig auf ein schützendes Karosseriekleid um seinen stabilen Rahmen, auf ein Dach und Windschutzscheibe sowieso und motorisiert Furchtlose inzwischen sogar mit einem V8, der 366 kW/500 PS leistet. Damit lässt sich ein 1001 PS starker Bugatti "Veyron" beim Beschleunigen und auf dem Rundkurs abledern.

2007 drängte der österreichische Motorradhersteller KTM mit dem "X-Bow" in die winzige Lücke der puristischen Fahrmaschinen, der mit Audi-Motoren mit 177 kW/220 PS beziehungsweise 220 kW/300 PS für Beschleunigungsorgien aus dem Stand in 3,9 Sekunden auf Tempo 100 gut ist.

Obwohl die Österreicher von ihrem "vierrädrigen Motorrad" in Kleinserie gerade rund 100 Einheiten im Jahr fertigen, sind die Macher der neuen britischen Marke "Vuhl" der Meinung, dass der Markt für ihren "Vuhl 05" reif ist.

Der Extrem-Roadster "Vuhl 05" wiegt leer lediglich 695 Killogramm. PR

Der Extrem-Roadster "Vuhl 05" wiegt leer lediglich 695 Killogramm.

Hinter dem neuen Hersteller stehen die mexikanischen Brüder Guillermo und Iker Echeverria und ihr Vater Guillermo, der sich als professioneller Konstrukteur und Rennfahrer drei Jahrzehnte lang im Rennsport engagiert hatte. Mit ihrer ersten automobilen Schöpfung wollen die Echeverrias im Frühjahr 2014 in England und den Vereinigten Staaten starten. Danach ist die Markteinführung des 55 000 Pfund (64 766 Euro) teuren Boliden in China und auf den wichtigsten europäischen Märkten vorgesehen.

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