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23.06.2015

08:11 Uhr

Fahrvorstellung des VW T6

Kult, die sechste

VonChristian Schnell

Seit 65 Jahren gibt es den VW-Bus. Nur der Käfer prägt bis heute die Geschichte von Europas größtem Autobauer noch mehr. Die sechste Generation „Bulli“ erinnert dabei zumindest optisch wieder an die erste.

Das neue Modell (rechts) kann mit Extras auf rund 70.000 Euro gebracht werden. Für den Oldie links im Bild zahlen Sammler längst Summen über 100.000 Euro. Perfekter Zustand vorausgesetzt. PR

VW "Bulli" T1, auch bekannt als Samba-Bus, und de neueste Generation T6.

Das neue Modell (rechts) kann mit Extras auf rund 70.000 Euro gebracht werden. Für den Oldie links im Bild zahlen Sammler längst Summen über 100.000 Euro. Perfekter Zustand vorausgesetzt.

StockholmEs gibt wohl kaum ein Auto, das mit so vielen Attributen behaftet ist: Arbeitstier und Familienkutsche, Mannschaftsbus und Kultmobil. Die Hippies fuhren damit nach Woodstock und die Surfer an die Strände Kaliforniens. Roger Daltrey, Frontman der Rock-Legende The Who, zeigt sich heute noch einem Modell in den Farben der Band aus dieser Zeit. Der VW Bus ist seit 65 Jahren beinahe das Markenzeichen von Europas größtem Autobauer. An den Käfer wird er jedoch auch mit der Neuauflage der mittlerweile sechsten Generation nicht heran kommen.

Was bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover, wo der von seinen Fans noch immer liebevoll „Bully“ genannte Bus angesiedelt ist, auch niemand will. Vorstandschef Eckhard Scholz spricht eher neudeutsch von der „Heritage“, die ein solches Fahrzeug für seine Fahrer verkörpert.

Tatsächlich haben sie sich mit der sechsten Auflage an die Ursprünge erinnert. Damals in den Sechzigern und Siebzigern waren die ersten beiden Versionen T1 und T2 der Epoche geschuldet in zwei verschiedenen Farben lackiert. Unten rot und oben weiß strahlt auch das Sondermodell „Generation six“. Wem das zu grell ist, der kann auch blau und silber, grün und weiß oder grau und weiß wählen.

Und da die Farbpalette bei den Nutzfahrzeugleuten von VW aus 180 Farbtönen besteht, macht Vorstandschef Scholz kein Hehl daraus, dass er sich in den kommenden Jahren noch manch eine freche Kombination vorstellen kann. Die Fangemeinde will schließlich bedient werden und fragt schon jetzt die neuen Farbtupfer eifrig nach.

Und auf den Straßen um Stockholm, wo die Fahrzeuge dieser Tage der Öffentlichkeit präsentiert werden, werden sie von Passanten wie Touristen eifrig geknipst. Wo gibt es das sonst, dass ein kastenähnliches Fahrzeug die Menschen so in Aufregung versetzt.

Kommentare (1)

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Herr Joachim Buch

23.06.2015, 09:43 Uhr

Die Karre ist, wie alle VWs mittlerweile, ein rundgelutschtes Stück Plastik und wenn ich meine Bekannten sehe, die T4 und T5 fahren, dann ist es um die legendäre Zuverlässigkeit und Solidität alles andere als gut bestellt. Demgegenüber steht ein krasser Einstiegspreis, der durch NICHTS zu rechtfertigen ist. Vergleichen mit T1 und T3, die echte Arbeitstiere waren, ist der aktuelle T5 sicherlich komfortabel und mehr Personenwagen, als Transporter, aber er ist eben kein VOLKS-wagen mehr. Die legitimen Nachfolger des Bulli kommen aus Korea und Japan.

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