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06.01.2005

09:35 Uhr

Fast saubere Bilanz bei Opel

Auto-Rückrufe erreichen Rekordhöhe

Die Zahl der Fahrzeug-Rückrufe hat im vergangenen Jahr einen neuen Negativrekord erreicht.

HB FRANKFURT/M. Die offiziellen Zahlen legt das Kraftfahrt-Bundesamt zwar erst im Frühjahr vor, doch die Berechnungen von Experten lassen schon jetzt den Schluss zu, dass 2004 mehr Autobesitzer in Deutschland als jemals zuvor wegen technischer Mängel in die Werkstätten gebeten wurden.

Nach einer Analyse des Fachblatts „Auto, Motor und Sport“ mussten die Hersteller im gerade abgelaufenen Jahr hier zu Lande mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge zurückrufen. Ein Jahr zuvor betrafen die Reparaturaktionen nach Angaben des Verkehrsclubs ADAC nur knapp eine Million Fahrzeuge. Auch der ADAC rechnet für das gerade abgelaufene Jahr mit einem neuen Rekord.

Der Negativtrend setzt sich damit fort. Bereits im Jahr 2003 hatten die Rückrufe in Deutschland einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Allein das Kraftfahrt-Bundesamt war bei 144 Rückrufaktionen eingeschaltet worden – zehn Jahre zuvor gab es nur 35 Rückrufe.

Die Ursachen für die Probleme sind vielfältig. Sie reichen von Fehlern bei der Entwicklung, der Konstruktion und der Montage bis hin zu nachlässiger Endkontrolle. Da die Fahrzeuge immer mehr Elektronik enthalten, wächst gerade in diesem Bereich die Gefahr von Defekten. Viele Hersteller wie Porsche und Mercedes-Benz steuern inzwischen gegen und wollen künftig die Elektronikarchitektur ihrer Autos wieder vereinfachen.

Im gerade abgelaufenen Jahr waren von den Rückrufen alle namhaften Marken betroffen. Auch unter den deutschen Automobilbauern ging keiner mit einer sauberen Bilanz aus dem Jahr. Allein VW musste im vierten Quartal 2004 über 90 000 in Deutschland verkaufte Modelle mit Zweiventil- Diesel-Motoren wegen einer fehlerhaften Schraube am Deckel der Kraftstoffpumpe in die Werkstatt rufen. Aber auch Nobelmarken wie BMW und Mercedes blieben von Rückrufaktionen nicht verschont.

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