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09.12.2014

07:34 Uhr

Fehlerhafte Airbags

Honda ruft 13 Millionen Autos zurück

Ein Fehler an den Airbags wird für den japanischen Autobauer Honda zum Desaster. Weltweit müssen 13 Millionen Autos zurück in die Werkstatt. Den Zulieferer der Airbags könnte das finanziell in Schieflage bringen.

Die fehlerhaften Airbags können unter Umständen platzen. Reuters

Die fehlerhaften Airbags können unter Umständen platzen.

TokioDer japanische Autobauer Honda wird seinen Rückruf von Autos wegen defekter Airbags des Zulieferers Takata global ausweiten. Wie japanische Medien am Dienstag unter Berufung auf den Konzern berichteten, dürften insgesamt etwa 13 Millionen Autos von der Vorsichtsmaßnahme betroffen sein.

Honda hatte bereits zuvor in den USA den Rückruf von Millionen von Autos bekanntgegeben. Die Airbags können wegen mangelhafter Verarbeitung platzen – dabei kommt es zu einer Explosion, die Teile der Metallverkleidung sprengt.

Anwälte gehen von vier Todesopfern in Amerika und einem in Malaysia aus. Mehr als elf Millionen Autos wurden deswegen bereits zurückgerufen. Honda ist seit mehr als 50 Jahren Kunde bei Takata und am stärksten betroffen. Daneben haben auch Toyota, die US-Konzerne General Motors, Chrysler und Ford sowie BMW Autos zurückgerufen.

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Airbags in über sechs Millionen Autos sind laut der US- Fahrzeugsicherheitsbehörde brandgefährlich. Die vermeintliche Lebensretter kommen aus Japan. Die Aktien der betreffenden Firma sackten über 20 Prozent ins Minus.

Laut der japanischen Zeitung Nikkei hat Honda angekündigt, den Zulieferer Takata wenn nötig finanziell zu unterstützen. Dadurch will der Autobauer sicherstellen, dass Takata seine Geschäfte weiterführen kann. Geriete Takata in Schieflage, würde dies den Markt in große Schwierigkeiten bringen.

Takatas Aktien stiegen indes um 5,3 Prozent, Hondas Papiere rutschten um 0,8 Prozent ab.

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