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13.09.2012

14:55 Uhr

Fiat

Comeback von Alfa Romeo in den USA

VonKatharina Kort

Mit gleich zwei Modellen kehrt Alfa Romeo voraussichtlich 2014 auf den US-Markt zurück – dem Coupé „Alfa 4C“ und der Limousine „Giulia“. Letztere soll laut einem Medienbericht sogar in den USA gebaut werden.

Alfa 4C: Der Motor mit 9-Gangschaltung soll gemeinsam mit der Fiat-Tochter Ferrari entwickelt werden. dapd

Alfa 4C: Der Motor mit 9-Gangschaltung soll gemeinsam mit der Fiat-Tochter Ferrari entwickelt werden.

MailandAlfa Romeo kehrt auf den US-Markt zurück. Der italienische Traditionskonzern Fiat, dem inzwischen auch der amerikanische Hersteller Chrysler gehört, will die Autos der Kultmarke in Zukunft offensichtlich nicht nur in den USA verkaufen, sondern zum Teil auch dort herstellen.

1995 hatte sich Alfa Romeo aus dem US-Markt zurückgezogen, weil die Umsätze zurückgingen und die Qualität nicht mehr stimmte. Nun soll die Marke zurückkehren. Schließlich ist Amerika nicht nur der größte Automarkt weltweit. Alfa Romeo weckt dort noch immer Emotionen: Die Szene in dem Hollywood-Film „Die Reifeprüfung“ von 1967, in der Dustin Hoffman mit der Braut in einem Alfa Spider davonbraust, bleibt unvergessen.

Fiat hatte in den vergangenen Jahren seine Rückkehr auf den US-Markt mehrmals angekündigt, aber immer wieder aufgeschoben. Nun hat Sergio Marchionne, Chef von Fiat und Chrysler, in Las Vegas überraschend das Comeback angekündigt - und gleich zwei Modelle vorgestellt, die voraussichtlich 2014 auf den Markt kommen sollen: das Coupé „Alfa 4C“ und die Limousine „Giulia“. Letztere soll laut der italienischen Zeitung "Il Giornale" in Illinois gebaut werden. Die Motoren mit 9-Gangschaltung beider Modelle sollen gemeinsam mit der Fiat-Tochter Ferrari entwickelt werden.

„Heute haben wir nur eine Chance, den US-Markt zu erobern - und zwar indem wir perfekte Autos liefern“, sagte Marchionne in Las Vegas. "Das war der Hauptgrund, dass sich die Wartezeit so lange verzögert hat." In Italien heißt es, Marchionne habe das Comeback regelmäßig verschoben, weil ihn die Modelle nicht überzeugt hätten.

Insgesamt hat Marchionne seinen Händlern in Las Vegas 66 neue Modelle der verschiedenen Konzernmarken von Chrysler - über Jeep und Dodge, bis hin zu Fiat und Alfa Romeo - vorgestellt. Bei seinem Vortrag wurde er mehrfach von Applaus unterbrochen - unvorstellbar in Italien.

In der Heimat plagen Fiat kontinuierlich sinkende Absatzzahlen und Verluste, die nur dank des Booms bei Chrysler ausgeglichen werden können. Auch Italiens Regierung sorgt sich um die Zukunft der Arbeitsplätze bei Fiat.

Kommentare (1)

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13.09.2012, 15:55 Uhr

Wie üblich außer wieder schöner Worte und leerer Versprechungen nichts Neues seitens Marchionne. Wann werden die Fiataktionäre und vor allem die Kreditgeberbanken wohl endlich begreifen dass Marchionne überhaupt nichts von Autos versteht und auch nicht die Fähigkeit hat sie zu empfinden. Wenn solche Herrschaften die Entscheidungsgewalt inne haben kann dies immer nur schief gehen. Marchionne war der letzte große Fehler des Herrn Umberto Agnelli, der ihn berufen hat, vor seinem Ableben.

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