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28.03.2012

12:28 Uhr

Ford "Interceptor"

Neue "Holsteiner" für die US-Polizei

Quelle:MID

Schwarzweiße Polizeiautos gehören zu den Vereinigten Staaten wie Burger und Cola. Die jüngste Generation, die die US-Ordnungshüter nun in Dienst stellen, hat Ford speziell für den Polizeieinsatz entwickelt.

"Interceptor" nennt Ford seine speziellen Einsatzfahrzeuge, die extra für die Polizei entwickelt wurden. MID

"Interceptor" nennt Ford seine speziellen Einsatzfahrzeuge, die extra für die Polizei entwickelt wurden.

Chicago/USADeutsche Polizeibeamten müssen bei der Lektüre der folgenden Geschichte ganz stark bleiben. Statt mit Hilfe serienmäßiger und bürgerlich motorisierter Limousinen und Kombis der Mittelklasse Recht und Ordnung zu wahren, dürfen ihre amerikanischen Kollegen mit eigens von Ford entwickelten Einsatzfahrzeugen ihre Mitmenschen schützen und vor Unheil bewahren. "Interceptor" nennt der Hersteller die neuste Generation von Spezialfahrzeugen, die nun als Limousine und als SUV einsatzbereit sind. - Natürlich in klassischer Schwarz-Weiß-Lackierung, die den Einsatzfahrzeugen der amerikanischen Polizei den Spitznamen "Holstein" eingetragen hat, nach der gleichfarbigen deutschen Milchkuh-Rasse.

Die SUV-Version des Ford Interceptor treibt ein 304 PS starker V6 an. MID

Die SUV-Version des Ford Interceptor treibt ein 304 PS starker V6 an.

"Interceptor" leitet sich vom englischen Verb "to intercept" ab. Es bedeutet: "aufhalten", "abschneiden", "abfangen". Somit ist schon der Fahrzeugname Programm. Bei der US-Luftwaffe ist ein "Interceptor" ein Abfangjäger. Die beiden Fahrzeuge entstehen auf Basis bestehender Ford-Modelle: einmal auf der Mittelklasse-Limousine Taurus und dem SUV Escape. Für das Leben als "Holstein" unterzieht Ford die Basisfahrzeuge einem umfangreichen "Zuchtprogramm". Das beginnt bei zahlreichen Verstärkungen der Karosserie und einem stabilen Unterfahrschutz.

Die "Interceptor"-Limousine ist mit bis zu 365 PS unterwegs. MID

Die "Interceptor"-Limousine ist mit bis zu 365 PS unterwegs.

Die besondere Widerstandfähigkeit der Karosserie muss ein Heck-Crashtest mit 75 Meilen (cirka 120 km/h) unter Beweis stellen. Zusätzliche Verstärkungen erhalten auch die Sitze und die in den USA keinesfalls verbreiteten Seitenairbags, sie zählen ebenfalls zur Sicherheitsausstattung eines "Interceptor". Die mächtigen Bügel vor den vorderen Stoßfängern dienen unter anderem zum Beseitigen von Straßenhindernissen. Und wenn ein Fahrer in den Weiten der Prärie mit einer Panne gestrandet ist, kann ihn der freundliche Deputy mit Hilfe des Bügels unbürokratisch und schnell zur nächsten Werkstatt schieben.

Die Police-Fords erhalten einen verstärkten Unterboden und zusätzlichen Unterfahrschutz. MID

Die Police-Fords erhalten einen verstärkten Unterboden und zusätzlichen Unterfahrschutz.

Das Fahrwerk verfügt über verstärkte Federn und Dämpfer. Hinter den einzeln aufgehängten 18-Zoll-Rädern aus Stahl finden üppig dimensionierte Bremsen Platz und die Bereifung vom Format 245/55R18 unterstreicht, dass die US-Ordnungshüter bei der Jagd auf böse Buben auch auf ein gutes Kurvenverhalten bauen können. Die Zeiten der nach jeder Kurve quer stehenden amerikanischen Polizeiautos in einschlägigen Filmen sind dank der "Interceptor" endgültig vorbei.

Der Fahrer verfügt über modernste elektronische Kommunikationsmittel. MID

Der Fahrer verfügt über modernste elektronische Kommunikationsmittel.

Kommentare (2)

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nachhaltiger

28.03.2012, 14:58 Uhr

Da hätte ich auch eine Hybridversion erwartet.

Die wäre als Stealth-Version lautlos im Anschleichen und dazu noch erheblich sparsamer.

Dann braucht es keinen dicken V6 mit 3,5 oder 3,7 Litern.
Dann hätte es auch ein kleiner V6 mit 2,5 Litern oder ein großer V4 getan. Besonders im Stand bei laufender Klimaanlage ist ohne große Batterie Motorbetrieb nötig und das frisst richtig viel Sprit.

Aber dafür müsste sich wohl nochmal der Spritpreis verdoppeln bis da der Dime gefallen ist und dann 30 bis 50% weniger verbraucht wird.

Account gelöscht!

29.03.2012, 08:36 Uhr

Da dürften deutsche Streifenpolizisten wohl neidlos bleiben, denn zumindest in Hamburg müssen sie keineswegs in biederen Mittelklasse-Limousinen zum Tatort eilen: Sie bewegen überwiegend ziemlich neue Kombis der E-Klasse bzw. der 5-er Reihe, zudem noch in recht gehobener Ausstattung. Dass die Motoren denjenigen des Interceptor um Längen überlegen sind, besonderws bei der Effizienz, muss fast schon nicht mehr erwähnt werden.

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