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08.04.2014

11:01 Uhr

Ford Mustang wird 50 Jahre alt

Party auf dem Ponyhof

Quelle:dpa

Er ist eine Ikone des American Way of Drive, einer der meistverkauften Sportwagen der Welt und ein Schnäppchen: So hat es der Ford-Mustang zum Kultstatus gebracht. Pünktlich zum 50. Geburtstag kommt der Neue.

Mit dem Mustang begründete Ford eine Fahrzeugklasse, bei der günstige Mobilität mit sportlichen Ambitionen im Vordergrund stand. Bevor der Ford Mustang zum Rabauken, Muscle Car und stets leicht prolligen Rebell unter den Sportwagen wurde, fand das Auto 1964 den Weg auf die Straße als seriöses, sportliches Coupé, dessen Erfolg die Ford Motor Company zu Beginn allerdings überrollte. Eigentlich wollte Ford anfangs 100.000 Autos pro Jahr verkaufen – daraus wurden allein in den ersten zwölf Monaten 417.000. dpa

Mit dem Mustang begründete Ford eine Fahrzeugklasse, bei der günstige Mobilität mit sportlichen Ambitionen im Vordergrund stand. Bevor der Ford Mustang zum Rabauken, Muscle Car und stets leicht prolligen Rebell unter den Sportwagen wurde, fand das Auto 1964 den Weg auf die Straße als seriöses, sportliches Coupé, dessen Erfolg die Ford Motor Company zu Beginn allerdings überrollte. Eigentlich wollte Ford anfangs 100.000 Autos pro Jahr verkaufen – daraus wurden allein in den ersten zwölf Monaten 417.000.

Dearborn/Staufenberg22.000 Bestellungen am ersten Tag, über eine halbe Million Autos im ersten Produktionsjahr: Als Ford vor 50 Jahren am 17. April 1964 auf der New Yorker Weltausstellung den Mustang enthüllt, trifft der Autohersteller den Nerv der Zeit. Coupé und Cabriolet werden zu Ikonen der Swinging Sixties - geschaffen für die Aufbruchstimmung und die Technikbegeisterung im Land.

Dabei ist der Mustang nicht einmal eine eigenständige Entwicklung. Denn als der damalige Ford-Vizepräsident Lee Iacocca nach einem sportlichen, aber erschwinglichen Viersitzer verlangt, kleiden seine Ingenieure kurzerhand den eher drögen Ford Falcon neu ein.

Das Basismodell fährt nur mit einem Sechszylinder mit 2,8 Litern Hubraum und 75 kW/102 PS. Doch schon zum Start gibt es auch einen V8-Motor, der aus 4,7 Litern Hubraum 202 kW/275 PS schöpft. Außerdem kann Iacocca den Cobra-Erfinder und Le-Mans-Veteranen Caroll Shelby für den Mustang begeistern. Der texanische Rennfahrer wird Entwicklungspartner und Werkstuner des Herstellers und steht so für die schärfsten Mustang-Varianten.

Dass der Mustang einen so fulminanten Start hinlegt, liegt aber auch am Marketing. Noch nie wurde für ein Auto derart die Werbetrommel gerührt: Titelgeschichten in den Magazinen «Time», «Newsweek» und «Life» waren die Folge. Und am Tag vor der Premiere wiesen ganzseitige Zeitungsanzeigen auf einen Werbespot hin, der am Abend zeitgleich auf allen Kanälen gezeigt wurde. Das zeigte Wirkung, schon am ersten Tag konnten sich die Händler vor Bestellungen kaum retten.

50 Jahre später ist die weltweite Fangemeinde riesig: Es gibt laut Ford mehr als 250 Clubs, die dem Mustang gewidmet sind, bei Facebook hat er 5,5 Millionen Freunde, in den USA ist er sowieso Kulturgut. «Wenn du einen Mann im tiefsten Tennessee fragst, was ein Jaguar ist, könnte er antworten: Eine Raubkatze. Aber wenn du ihn fragst, was ein Mustang ist, wird er Dir antworten: Das ist ein Ford», umschreibt der frühere Baureihenleiter John Coletti die Bedeutung des Wagens. Vermutlich wäre die Antwort in Hessen oder Sachsen die gleiche.

Für Christopher Starke, Mustang-Fan und -Fahrer aus Staufenberg bei Gießen, macht das einen großen Teil des Reizes des Mustang aus. «Einerseits fährst Du einen absoluten Exoten, den es offiziell nie in Deutschland gegeben hat», sagt der Unternehmer. «Und auf der anderen Seite kann mit diesem Auto jeder etwas anfangen, hat es schon in dutzenden Filmen gesehen und weiß, was er davon zu halten hat.»

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