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29.03.2012

10:32 Uhr

Ford Ranger

Zwischen Lastentier und Lusttransporter

Quelle:MID

Greift der SUV-Boom auf die Pick-ups über? VW hat jüngst sein Amarok-Allrad-Programm verstärkt, Nissan, Mazda und Toyota offerieren Pickups, und Ford legt jetzt seinen Ranger neu auf. Es brummt in der Nische.

Mit 4x4-Antrieb bietet der Ford Ranger Gelände-Eigenschaften, die an einen vollwertigen SUV heranreichen. PR

Mit 4x4-Antrieb bietet der Ford Ranger Gelände-Eigenschaften, die an einen vollwertigen SUV heranreichen.

KölnFord und Pickups, das ist seit jeher eine erfolgreiche Kombination. Mit der Baureihe F 150 verkaufen die Amerikaner auf ihrem heimischen Markt seit Jahren das mit Abstand erfolgreichste Modell. Weil sich die großen Autos mit der Pritsche und unverändert beliebten V8-Motoren kaum außerhalb der Vereinigten Staaten vermarkten lassen, hatte Ford ab 1982 mit dem Ranger einen kleinen Pickup ins Programm genommen, der mit robuster Konstruktion und genügsamen Antrieben vor allem die Transportbedürfnisse der dritten Welt und aufstrebenden Tigerstaaten in Asien befriedigen sollte.

Für eingeschworene Fans mit Hang zu kleinen Lastern in der Alten Welt, organisierte Ford, wie auch die Mehrzahl der japanischen Hersteller, den Vertrieb solcher Pickups in Deutschland und Europa. Nun soll der neue Ranger mit breiter Brust und breiterem Angebot endlich auch größere Zielgruppen erschließen.

So lockt der Ford-Pickup mit Einzel- oder Doppelkabine vorne und offener Ladefläche hinten, mit dem Flair des Freizeit-Fahrzeugs, mit dem abenteuerlichen Hauch des Allesüberwinders oder mit dem Auftritt des Arbeitstiers. Dafür bietet der Ford Ranger immerhin 14 Versionen mit vier Ausstattungsstufen sowie die Wahl zwischen drei Diesel-Kraftpaketen mit Hinterachs- oder Allradantrieb und mit serienmäßigem Sechsgangschalt- oder optionalem Automatikgetriebe.

Die Preise beginnen beim Ranger in "Karo-Einfach" mit knapp 25.000 Euro (zwei Türen und zwei Sitze, Hinterradantrieb) und 2,2-Liter-Vierzylinderdiesel (92 kW/125 PS) und führen bis zum Top-Ranger mit 3,2-Liter-V6-Diesel und 147 kW/200 PS sowie Allradantrieb für rund 41.000 Euro mit Automatikgetriebe. Dazwischen liegen fast unendliche Ausstattungsmöglichkeiten, die klar zum Ausdruck bringen möchten, dass Ford seinen Pickup nicht mehr nur der Handwerker-Bauern- und Jägerszene andienen, sondern ihn auch auf der Lifestyle-Linie vermarkten will.

So sieht Ford den Ranger am liebsten: Als Auto vielfältig nutzbares Auto für Freizeit und Lifestyle. Weniger als Lastesel mit Dritte-Welt-Genen für Landwirtschaft und Forsten. PR

So sieht Ford den Ranger am liebsten: Als Auto vielfältig nutzbares Auto für Freizeit und Lifestyle. Weniger als Lastesel mit Dritte-Welt-Genen für Landwirtschaft und Forsten.

Dennoch überwiegen die pragmatischen Eigenschaften aus der Sparte "allgemeine Nutzbarkeit": 3,35 Tonnen Anhängelast, bis zu fast 1,4 Tonnen Zuladung, 2,32 Meter Länge (bei der Doppelkabine 1,56 Meter) für die Ladefläche und 80 Zentimeter Wattiefe beim Queren von Bachläufen oder dem Bewältigen versumpfter Wiesen sprechen für die Eignung zum Lastenträger, auch in schwierigem Geläuf.

Wenn es das Portemonnaie mitmacht, lässt sich ein Ford Ranger im Innenraum gediegen aufhübschen. PR

Wenn es das Portemonnaie mitmacht, lässt sich ein Ford Ranger im Innenraum gediegen aufhübschen.

Hier sorgt der Dreh an einem auf der wuchtigen Mittelkonsole platzierten Schalter für den Wechsel vom 4x2 zum 4x4, und mit einem weiteren Dreh lässt sich die Antriebsuntersetzung aktivieren, die zusätzliche Zugkraft schon bei niedrigen Motordrehzahlen bietet.

Die Motoren sind bei Ford schon geraume Zeit in Diensten, für die neue Generation des Ranger (wird in Südafrika gefertigt und ist nicht mehr baugleich mit dem Mazda Pickup) trimmte Ford sie auf besseren Durchzug und niedrigeren Verbrauch.

Der 2,2-Liter-Vierzylinder mit 110 kW/150 PS Leistung begnügt sich nach Normmessung mit 8,6 Liter Diesel (vorher etwa zehn Liter), reagiert spontan auf Gaspedalbewegungen und ermöglicht auf der Autobahn eine ausreichend komfortable Marschgeschwindigkeit von 140 km/h.

Kommentare (1)

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Jungdesigner

30.03.2012, 00:41 Uhr

Das Design des neuen Ford Ranger ist ein tiefer Griff ins MeTo-Design-Klo. Hab den Wagen gerade von meiner Einkaufsliste gestrichen und kauf mir jetzt lieber einen richtigen LkW, der auch noch günstiger kommt. Der hat dann auch deutlich mehr Stil, als der neue Ford Ranger.

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