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05.08.2011

13:13 Uhr

Formula Student Germany

Motorsport als Karrieresprungbrett

VonSebastian Schaal

Am Wochenende findet am Hockenheimring die deutsche Ausgabe der Formula Student statt. Bei diesem Event treten Studenten mit selbstgebauten Rennwagen gegeneinander an. Für Unternehmen eine ideale Stellenbörse.

Ein fahrer unterwegs bei der Formula Student 2010 am Hockenheimring. Sebastian Schaal

Ein fahrer unterwegs bei der Formula Student 2010 am Hockenheimring.

DüsseldorfEgal ob Audi, Daimler, Siemens oder Bosch: Sie alle werden am Wochenende am Hockenheimring sein. Allerdings wollen sie nicht neue Kunden für ihre Produkte begeistern, sie suchen etwas anderes: Nachwuchskräfte. Die gibt es dort von Donnerstag bis Sonntag zuhauf, denn sie sind Teilnehmer der Formula Student Germany.

Bei diesem Konstruktionswettbewerb bauen Studenten aus aller Welt eigene kleine Formel-Rennwagen nach einem internationalen Reglement. Bei den Veranstaltungen treten sie dann gegeneinander an, allerdings nicht im direkten Rennen, sondern gegen die Uhr. Doch nicht nur die Fahrleistungen zählen: Auch die Bauweise, Marketingplan und Wirtschaftlichkeit des Konzepts gehen in die Gesamtwertung mit ein.

Die Fahrzeuge sind weit mehr als verbesserte Seifenkisten. Die Top-Teams setzen auf Monocoques aus Kohlefasern, eine Bauweise, die man sonst aus der Formel 1 kennt. Angetrieben werden die Fahrzeuge in der Regel von modifizierten Motorrad-Motoren mir 600 Kubikzentimetern. Der aktuelle Wagen des Rennteams der Uni Stuttgart, F0711-6 genannt, bringt es bei einem Gewicht von gerade einmal 189 Kilogramm auf 94 PS. Das reicht für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,6 Sekunden. Da hätten auch die meisten Porsche an der Ampel keine Chance.

Doch nicht nur die Beschleunigung überzeugt: Das geringe Gewicht, der niedrige Schwerpunkt und die Slick-Reifen sorgen auch in Kurven für ein ungeahntes Fahrerlebnis. DTM-Rekordchampion Bernd Schneider zeigte sich 2008 nach einer Testfahrt begeistert.

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