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06.03.2012

09:31 Uhr

Genfer Autosalon

Daimler denkt über weiteres Kompaktauto nach

Der Autobauer erwägt eine Ausweitung seiner Fahrzeugpalette bei margenschwächeren Kompaktwagen. Es sei vorstellbar, dass die Modellpalette mit Frontantrieb erweitert werde, sagt Daimler-Forschungschef Thomas Weber

In einer Veranstaltungshalle in Genf wird am Montag (05.03.2012) am Vorabend des ersten Pressetages beim Autosalon Genf die neue Mercedes-Benz A-Klasse präsentiert. dpa

In einer Veranstaltungshalle in Genf wird am Montag (05.03.2012) am Vorabend des ersten Pressetages beim Autosalon Genf die neue Mercedes-Benz A-Klasse präsentiert.

GenfBisher will Daimler seinen Konkurrenten BMW und Audi in der nach dem VW Golf benannten Fahrzeugklasse mit fünf neuen Mercedes-Benz-Modellen Paroli bieten und verlorenes Terrain zurückerobern. Die Entwicklung eines weiteren sechsten Modells wäre aber schnell möglich: Denn drei Viertel aller Fahrzeugteile sind bei den kompakten Mercedes-Benz-Autos gleich. Nach dem Verkaufsstart der Mercedes-B-Klasse Ende vergangenen Jahres stellte Daimler auf dem Genfer Autosalon nun das erste Modell der neuen A-Klasse vor, drei weitere kompakte Modelle mit Frontantrieb sollen folgen.

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Mit den Vorgängermodellen feierte Daimler keine großen Verkaufserfolge, das Marktsegment ist stark umkämpft und weniger renditeträchtig als die Oberklasse. Intern kalkuliert Daimler damit, in etwa fünf Jahren die Milliarden-Investitionen wieder hereingeholt zu haben und Geld mit den neuen Kompaktwagen zu verdienen.

Kleine Design-Revolution bei Mercedes: Ein neuer A 250 mit Sport Paket in Mountaingrau Magno, innen: schwarz-rot. Pressebild

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„Die neue A-Klasse ist das Symbol unseres Angriffs in der Kompaktklasse“, sagte Forschungschef Weber. Mit diesem „iPhone auf Rädern“ will Daimler jüngere, internet-affine Kunden gewinnen und an sich binden. Der Treibstoffverbrauch des jugendlicher gestylten Kompaktwagens wurde auf „deutlich“ unter vier Liter auf 100 Kilometern gedrückt, obwohl Daimler - im Gegensatz zum Konkurrenten Toyota - in der Golf-Klasse auf einen Hybrid-Antrieb verzichtet.

„Im Kompaktsegment glaube ich aus heutiger Sicht nicht, dass die Hybridisierung Sinn macht, um den CO2-Flottenverbrauch signifikant zu senken“, sagte Forschungschef Weber. Das sei zwar nicht ausgeschlossen, aber: „Dieses Fahrzeugsegment ist derzeit vor allem für Batterie- und Brennstoffzellen-Technologien interessant, denn damit geht man direkt auf Antriebe, die ohne Emissionen auskommen.“

Neuer A 250 mit Sport Paket: Inoffiziell heißt die 2012er A-Klasse als Mercedes-Baureihe W 176. Pressebild

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Hybrid-Antriebe, die das Fahrzeuggewicht durch den zusätzlichen Elektromotor deutlich nach oben treiben, sollen bei Mercedes-Benz höheren Fahrzeugklassen vorbehalten bleiben, die mehr auf die Waage bringen. „Wie heute schon bei der S-Klasse, werden unser Kunden künftig alle Modelle ab der C-Klasse aufwärts auch als Hybrid bestellen können“, sagte Weber.

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