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02.05.2014

14:15 Uhr

Geräuschvolle Elektroautos

Hier piept’s wohl

Quelle:Spotpress

Lange hat die Freude nicht gewährt, dass E-Mobile auch in Sachen Geräusche emissionsarm sind. Zukünftig müssen sie zwecks Fußgängerschutz Töne von sich geben. Welche, daran wird noch gearbeitet.

Geräuschvolle Elektroautos - Hier piept’s wohl BMW

BMW i3: E-Autos werden bald wieder Geräusche machen, der EU-Gesetzgeber will es so

Ein Merkmal von Elektroautos, das Passanten genauso wie Insassen immer wieder fasziniert, ist ihr fast völlig lautloses Dahingleiten. Wer nun als urbaner Bewohner von zukünftig nahezu stillem Stadtverkehr geträumt hat, muss jetzt aufwachen. Denn E-Autos werden bald wieder Geräusche machen, der EU-Gesetzgeber will es so.

Den Parlamentariern in Brüssel sind die E-Autos zu leise. Die Abgeordneten seien besorgt, dass stille Elektro- und Hybridfahrzeuge zu einer Bedrohung für Fußgänger und Radfahrer werden könnten, heißt es in einer Mitteilung des EU-Parlaments.

Schließlich hört man sie vor allem bei geringen Geschwindigkeiten nicht heranrollen. Auch Sehbehinderten-Verbände machen bereits seit einiger Zeit auf die besondere Herausforderung aufmerksam, geräuscharme Fahrzeuge im Straßenverkehr zu erkennen.

Im Rahmen einer Verordnung zu Fahrzeug-Geräuschemissionen hat das EU-Parlament nun beschlossen, dass Autohersteller bis zum 1. Juli 2019 akustische Fahrzeug-Warnsysteme in Elektro- und Hybridfahrzeuge einbauen müssen. Die Kommission soll bis Juli 2017 Anforderungen des künftigen Systems festlegen.

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Die Fahrzeughersteller arbeiten allerdings schon längst an dieser Thematik. Der elektrische Nissan Leaf piepst in der deutschen Ausführung beim Rückwärtsfahren und geringen Geschwindigkeiten, wobei man letzteres ausstellen kann. Beim neuen BMW i3 und dem Hybrid-Sportler i8 hat man ab Juli optional die Möglichkeit, dass die Münchner im Leise-Modus ein Geräusch abgeben. In Ländern, in denen gesetzlich ein Lautgeben verlangt wird, wie zum Beispiel in Japan, ist es bereits Serie.

Die Autohersteller werden weiter entwickeln, ist sich Ercan Altinsoy, Leiter des Lehrstuhls für Kommunikationsakustik an der TU Dresden sicher. „Die Entwicklungen gehen alle in eine ähnliche Richtung: künstliche Geräusche zu vermeiden und angenehme Frequenzen zu wählen.“ Vom schnöden, nervigen Piepsen wird man sich dann verabschieden, Tiergeräusche oder Musik sind allerdings ebenso tabu.

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„Eine Idee ist, Fahrzeuge so mit Fußgängererkennung und Lautsprechern auszustatten, dass sie ganz gezielt die Fußgänger beschallen“, so der Wissenschaftler, der Autohersteller und den Herstellerverband VDA berät. Damit könnte der Traum vom fast lautlosen Elektrofahrzeug doch noch ein bisschen wahr werden. Wichtig sei, den Spagat zu schaffen „zwischen dem Schutz der Fußgänger und dem der Anwohner, die natürlich am liebsten gar keine Straßenverkehrsgeräusche hätten“, so Altinsoy.

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