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22.05.2013

09:27 Uhr

Gimmicks fürs Gelände

SUV-Extras für den Extremfall

Quelle:dpa

Wer seinen Geländewagen tatsächlich im Gelände nutzen möchte, braucht ein paar Extras fürs Extreme. Auf den Mount Everest klettert man ja auch nicht mit Trekking-Sandalen.

Seinen Fahrern teilt der Range Rover Sport über einen Sensor in den Außenspiegeln erstmals den Abstand zur Wasseroberfläche mit. PR

Seinen Fahrern teilt der Range Rover Sport über einen Sensor in den Außenspiegeln erstmals den Abstand zur Wasseroberfläche mit.

Solihull/Bad KissingenSie erkennen den Untergrund und stellen sämtliche Fahrwerkssysteme automatisch ein. Ihre intelligenten Allradsysteme verteilen die Kraft situationsgerecht zwischen den einzelnen Rädern. Die Elektronik leitet sie im Kriechgang die große Gefälle hinunter oder heftige Steigungen hinauf. Glaubt man ihren Herstellern, kommt man mit ihnen tatsächlich durch dick und dünn: Es geht um moderne Geländewagen.

Für 99,9 Prozent der Kunden wird ein Geländewagen tatsächlich in allen Fahrsituationen genügen, sagt Thomas Schmitt aus Bad Kissingen. Allein, weil die meisten Halter ihren Allradler nicht herausfordern und eben doch nur auf Asphalt bewegen. «Wer mit seinem Geländewagen aber wirklich ins Gelände will, braucht ein paar spezielle Extras.» Schmitt muss es wissen. Er veranstaltet in Bad Kissingen die Messe Abenteuer Allrad. 230 Firmen zeigen dort zwischen 30. Mai und 2. Juni unter anderem Extras fürs Extreme.

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Bereits lange bevor SUVs groß in Mode kamen, chauffierte der Range Rover seine Besitzer tagsüber durchs Gelände und abends vor die Oper. Der neue Range bleibt seinen Wurzeln treu – und setzt noch einiges drauf.

Während der Begriff Geländewagen im Falle vieler SUV ohne Allradantrieb nicht mehr so recht ernst genommen werden kann, rüsten manche Fahrzeughersteller allerdings auf. So Land Rover: Mit dem neuen Range Rover Sport bringen die Briten die erste elektronische Wasserstandsmessung ins Auto. Damit man bei Flussdurchfahrten keine nassen Füße bekommt, messe ein Sensor in den Außenspiegeln die Entfernung zur Wasseroberfläche, erläutert Projektleiter Nick Rogers.

Aus der gespeicherten Höhe und dem Winkel des Wagens ermittelt die Elektronik, wie hoch das Wasser im Motorraum steht und schlägt bei kritischen Werten Alarm. «So kann man rechtzeitig anhalten und zurücksetzen, bevor der Motor absäuft», sagt Rogers. Zukünftig soll die Wade Aid genannte Technik vorausschauen und eine Furt so scannen können, dass man schon vom Ufer aus weiß, ob sie passierbar ist.

Prüfen Sie die Umgebung: Solche Ratschläge erteilt der Toyota Land Cruiser, der per Kamera das Fahrzeugumfeld überwacht. Der Bildschirm zeigt auch den Lenkradeinschlag. PR

Prüfen Sie die Umgebung: Solche Ratschläge erteilt der Toyota Land Cruiser, der per Kamera das Fahrzeugumfeld überwacht. Der Bildschirm zeigt auch den Lenkradeinschlag.

Ein weiteres Gelände-Gimmick hat der Mercedes G 6x6 zu bieten, den der Stuttgarter Hersteller in einer Kleinserie bauen will. Damit der Wagen in der Wüste oder im Schnee nicht einsinkt, lässt sich vom Steuer aus der Reifenluftdruck anpassen. Möglichst wenig Luft in den Pneus verspricht zum Beispiel auf Sand ein besseres Vorankommen. Nach der Wüstenfahrt sorgen ein eingebauter Kompressor, zwei Hochdrucktanks in den hinteren Kotflügeln und ein Knopfdruck dafür, dass der Sauerstoff wieder in die Reifen schießt.

Kommentare (1)

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Luftpumpe

22.05.2013, 13:02 Uhr

Zitat "Nach der Wüstenfahrt sorgen ein eingebauter Kompressor, zwei Hochdrucktanks in den hinteren Kotflügeln und ein Knopfdruck dafür, dass der Sauerstoff wieder in die Reifen schießt."

Boah, das wäre teuer und der Reifenlebensdauer sehr abträglich, wenn sie mit reinem Sauerstoff befüllt würden, aus Kostengründen und wegen der Brandgefahr nimmt man daher nur normale Luft :-D

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