Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.06.2012

15:02 Uhr

Goodwood "Festival of Speed"

Gartenparty am Drehzahl-Limit

Quelle:MID

Vor historischer Kulisse und prominentem Publikum defilieren jeden Juni kostbarste alte und rarste neue Autos rund ums Anwesen des Earl of March. Sein Schlosspark wird zur Bühne. Auch für typisch britische Kuriositäten.

Goodwood/GroßbritannienDie wohl größte Vollgas-Party der Welt findet jedes Jahr am letzten Juni-Wochenende vor historischer Kulisse im englischen Goodwood statt. Da pilgern Autoliebhaber wie Prominenz aus Gesellschaft und Rennsport nach Goodwood House, um kostbarste alte und rarste neue Autos rund um das Anwesen zu bestaunen. Eine viel beachtete Bühne für Autohersteller, auch ihre neuesten Schätze ins Licht zu rücken - wie Bentley und Toyota beispielsweise.

Am letzten Wochenende jedes Juni startet im südenglischen Goodwood das seit 1993 regelmäßig stattfindende "Festival of Speed". Dann heulen und brüllen in West Sussex wieder Renn-Motoren aller Epochen auf, um die Kurven einer 1,86 Kilometer mit Gummi nachzuzeichnen.

Bentley nutzt das diesjährige "Goodwood Festival of Speed" zur Präsentation seines Continental GT Speed. PR

Bentley nutzt das diesjährige "Goodwood Festival of Speed" zur Präsentation seines Continental GT Speed.

Sie gehören zur hauseigenen Bergrennstrecke auf den weitläufigen Ländereien von Charles Henry Gordon-Lennox, dem Earl of March and Kinrara. Eine Kurvenhatz, die der Motorsport-Prominenz und über Hunderttausend Besuchern die beste Unterhaltung bietet, seit sich Autos erstmals 1896 zu einer Wettfahrt dort versammelt hatten.

In Goodwood geht es weder um Lorbeerkranz oder Pokal noch um akribische Zeitmessungen. Einzig die Begeisterung für die ungewöhnlichsten Autos aller Epochen lässt die Herzen höher schlagen.

Mit dem LF-A errang Lexus einen Klassensieg beim jüngsten 24-Stundenrennen auf dem Nürburgring. PR

Mit dem LF-A errang Lexus einen Klassensieg beim jüngsten 24-Stundenrennen auf dem Nürburgring.

Da kreischt ein Auto Union D von 1934 mit seinem Sechzehn-Zylinder durch das dickste Trommelfell, gefolgt vom basslastigen Gebrüll der 800 PS eines Plymouth-V8 mit Flammrohr statt Auspuffs in den Park entlässt, mit dem NASCAR-Legende Richard Petty 1964 die "500 Meilen von Daytona" gewonnen hat. Das Highlight dieser Vollgasparty sind nicht nur die einzigartigen Autos.

In den meisten Fällen bewegen sie auch diejenigen Fahrer, die damit ihre größten Erfolge errungen hatten. So ist es für Sir Stirling Moss eine selbstverständliche Ehre, den Mercedes 300 SLR zu präsentieren, mit dem er 1955 die Mille Miglia gewonnen hatte.

Giacomo Agostini steigt behende auf genau die MV Agusta, mit der er einen seiner 15 Weltmeistertitel errungen hat. Natürlich in der originalen Rennkombi aus den späten Sechzigern, die dem nunmehr 70jährigen immer noch wie angegossen passt.

Goodwood Revival 2011: In der Zeitkapsel der goldenen Rennsport-Ära

Goodwood Revival 2011

In der Zeitkapsel der goldenen Rennsport-Ära

Unweit des Rolls-Rocyce-Werks im britischen Goodwood lebt alljährlich jährlich im Herbst für drei Tage der Rennsport einer Epoche wieder auf, der von den 1940er bis in die 1960er Jahre die Massen begeisterte.

Das "Goodwood Festival of Speed" vereint dampfbetriebene Kutschen aus dem 19. Jahrhundert über die deutschen "Silberpfeile" der 1930er-Jahre bis hin zu aktuellen Formel-1-Boliden. Kein Wunder, dass Hersteller diese Veranstaltung gern nutzen, um sich zu präsentieren, neue Produkte zu lancieren oder mit Studien auf Image-Fang zu gehen. Freilich weniger koreanische Massenhersteller mit ihren Durchschnittskleinwagen.

Der Toyota TS030 darf beim nächsten "Goodwood Festival of Speed" einen glanzvolleren Auftritt feiern als bei den 24 Stunden von Le Mans. PR

Der Toyota TS030 darf beim nächsten "Goodwood Festival of Speed" einen glanzvolleren Auftritt feiern als bei den 24 Stunden von Le Mans.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×