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23.01.2012

11:52 Uhr

HAGI-Index

Wertvolle Oldtimer legen kräftig zu

VonCarl-Christian Jancke
Quelle:Historic Automobile Group International (HAGI)

Trotz eines Rückgangs um 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat bleiben hochklassige Automobile eine lohnende Geldanlage. Bei einigen Modellen ist aber jeder gefahrene Kilometer Gift für den Preis.

250 ist bei Ferrai eine magische Zahl. Sie bezeichnet den Hubraum eines Zylinders des legendären 12-Zylinder-Motors, der fast zehn Jahre lang eine ganze Familie von Sport- und Rennwagen antrieb, die heute zu den wertvollsten Exemplaren der Marke gehören und in jeder Währung gut siebenstellig notieren. Im Bild ein 250 GT  Competizione mit dem legendären 3 Liter Zwölf-Zylinder. Historic Automobile Group International

250 ist bei Ferrai eine magische Zahl. Sie bezeichnet den Hubraum eines Zylinders des legendären 12-Zylinder-Motors, der fast zehn Jahre lang eine ganze Familie von Sport- und Rennwagen antrieb, die heute zu den wertvollsten Exemplaren der Marke gehören und in jeder Währung gut siebenstellig notieren. Im Bild ein 250 GT  Competizione mit dem legendären 3 Liter Zwölf-Zylinder.

DüsseldorfDas Minus stellte sich bei einem stabilen Handelsgeschehen vermutlich hauptsächlich auch aufgrund Kursschwankungen zwischen Dollar, Pfund und Euro im Dezember ein. Um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten wird der Index in Pfund ausgewiesen, Währungsschwankungen wirken sich aber nur dann aus, wenn sie erheblich sind und sehr kurzfristig stattfinden. Die HAGI-Indizes entstehen auf realen Verkäufen sowohl im Euro-Raum, in Nordamerika, in Großbritannien und weltweit.
Autos wie der Aston Martin DB5, der Mercedes 300 SL oder der BMW 507 weisen im vergangenen Jahr besonders starke Wertzuwächse aus und haben dafür gesorgt dass der HAGI-Index ohne Porsche und Ferrari 2011 mit 21,65 Prozent besonders stark stieg. Im Vergleich zum November hat der HAGI-Index ohne Ferrari und Porsche jedoch ein Minus von 2,41 Prozent verzeichnet.

Die unterdurchschnittliche Ferrari-Performance seit Beginn der monatlichen Aufzeichnung im Januar 2009 deckt sich nicht mit den langjährigen Index-Entwicklungen und deutet auf eine gewisse Marktberuhigung hin. Während der HAGI-TOP Index in den letzten drei Jahren um insgesamt 37,99 Prozent zulegte, waren es bei Ferrari „nur” 27,63 Prozent.

Dass der HAGI-F-Index aber im Jahr 2011 mit 10,58 Prozent fast doppelt so viel zulegte wie der HAGI-P-Index für klassische Porsche, der im Jahresvergleich nur 4,53 Prozent gewann, deutet ebenfalls auf eine Normalisierung hin. Klassische Porsche konnten seit Beginn der monatlichen Aufzeichnung vor drei Jahren um fast 40 Prozent zulegen.

Der Ferrari 330 ist baugleich mit dem Ferarri-250 Nachfolger 275. Die Zahl deutet auf den auf vier Liter gewachsenen 12-Zylindermotor (Angabe Hubraum je Zylinder) hin, der es damals auf 300 PS brachte und das Auto, das als GT dem 18-jährigen John Lennon als Fahranfänger-Auto diente, auf rund 240 km/h beschleunigte. Damit ist der 330 deutlich besser motorisiert als sein Vorgänger. Rund 200.000 Euro machen das Auto im Vergleich zur Legende 250 geradezu zum Schnäppchen. Weil aber nur 600 Stück des GTC/GTS gebaut wurden, sind sie selten zu finden. Ein Exemplar ist zurzeit in München bei PRO TRADE zu haben. Historic Automobile Group International

Der Ferrari 330 ist baugleich mit dem Ferarri-250 Nachfolger 275. Die Zahl deutet auf den auf vier Liter gewachsenen 12-Zylindermotor (Angabe Hubraum je Zylinder) hin, der es damals auf 300 PS brachte und das Auto, das als GT dem 18-jährigen John Lennon als Fahranfänger-Auto diente, auf rund 240 km/h beschleunigte. Damit ist der 330 deutlich besser motorisiert als sein Vorgänger. Rund 200.000 Euro machen das Auto im Vergleich zur Legende 250 geradezu zum Schnäppchen. Weil aber nur 600 Stück des GTC/GTS gebaut wurden, sind sie selten zu finden. Ein Exemplar ist zurzeit in München bei PRO TRADE zu haben.

Während Porsche nachhaltig aber langsam wächst, ist das Ferrari-Investment deutlich volatiler. zwischen 1990 und 1994 brachen klassische Ferrari um über 50 Prozent ein: Nach dem Tod des Unternehmensgründers Enzo Ferrari entwickelte sich seinerzeit ein regelrechter Hype um alle Fahrzeuge, die zu Lebzeiten die Fabrik in Maranello verlassen hatten.

Auch der Ferrari F40, der vor 25 Jahren erschien, wird noch zu den Enzo-Cars gezählt. Die seit den 80er Jahren in im  Vergleich höheren Stückzahlen hergestellten Supersportwagen verwässern die positive Entwicklung auch, weil für ihren Wert andere Gesetze gelten.

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Wer in die teuersten Oldtimer investiert, fährt mit Blech als Anlagealternative Aktien-Investments auf und davon. Das zeigt der von Investmentbanker Dietrich Hatlapa entwickelte HAGI Top-Index für Classic Cars.

Sport- und Rennwagen aus den Fünfzigern und Sechzigern gewinnen fast immer unabhängig von Zustand und Kilometerstand an Wert, wenn sie eine Renngeschichte haben und/oder von prominenten Fahrern bewegt wurden. Das liegt auch an der geringen Stückzahl - oft ist die nur ein- oder zweistellig.

Bei den „Supersportwagen” der letzten drei Jahrzehnte haben dagegen „Zero-Mileage” Cars die höchste Wertentwicklung, wenn sie möglichst den originalen Tachostand der Werksauslieferung aufweisen. Ein „benutzter“ Ferrari F50 erzielt etwa eine knappe viertel Million weniger als ein Fahrzeug ohne Kfz-Briefeintrag und mit einer Laufleistung von 30 Kilometer, für das gut und gerne eine Million Euro fällig werden kann.

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