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09.03.2011

10:40 Uhr

Höchste Rabatte bei Importeuren

Echte Auto-Schnäppchen werden rar

Die Rabattschlacht klingt ab: Mit der anziehenden Konjunktur lässt der wirtschaftliche Druck auf die Autohändler nach. Doch einige Importfahrzeuge locken weiter mit Sparpotenzial.

Duisburg/DüsseldorfBeim Preis kommt der Kleine ganz groß raus: Der Fiat Panda wird derzeit mit einem Rabatt von bis zu 38,8 Prozent gesichtet. Für einen Golf GTI beträgt der Nachlass bis zu 17,4 Prozent. Und für den Nissan Qashqai ließen sich im Februar beim Internet-Vermittler meinauto.de noch 22,5 Prozent rausschlagen. Autokäufer müssen derzeit keine ausgebufften Schnäppchenjäger sein, um beim Neuwagenkauf einen satten Nachlass auszuhandeln - noch nicht.

Denn mit der anziehenden Konjunktur könnte sich das schon bald merklich ändern. Für 2011 sehen Marktbeobachter im Autohandel eine deutliche Abkehr von den teils spektakulären Lockangeboten der vergangenen Monate. Wer den Preis kräftig drücken will, muss in diesem Jahr aller Voraussicht nach länger suchen.

Durchschnittlicher Preisnachlass bei 14 Prozent

"Die deutschen PKW-Hersteller sind sehr dynamisch in das Jahr 2011 gestartet", sagt der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann. Die zunehmend gute Konjunktur ändere die Lage für die Händler merklich - Rabatte auf dem Vorjahresniveau seien deshalb nicht mehr zu erwarten. Diese Einschätzung teilt der Autoexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer: "Der Trend zu niedrigeren Nachlässen wird sich fortsetzen." Die Hersteller hätten ihr Rabattniveau bereits im Januar merklich zurückgefahren.

Das zeigt die aktuelle Preisstudie des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen, das Dudenhöffer leitet. Der Durchschnittsrabatt bei vier großen Internet-Vermittlern betrug im Januar 2011 demnach 14,6 Prozent. Ein Jahr zuvor lag er noch bei 16,4 Prozent. Von den insgesamt 273 von den Herstellern angebotenen Aktionsprogrammen boten zum Jahresauftakt 27 einen Preisvorteil von mehr als 20 Prozent. Einen Monat zuvor waren es noch 40 Aktionen.

Bei den klassischen Importmarken auf dem deutschen Markt, wie Fiat, Seat, Renault, Peugeot (hier im Bild) oder Citroën, können Autokäufer laut Experten auch weiterhin auf starke Preisnachlässe hoffen. Quelle: PR

Bei den klassischen Importmarken auf dem deutschen Markt, wie Fiat, Seat, Renault, Peugeot (hier im Bild) oder Citroën, können Autokäufer laut Experten auch weiterhin auf starke Preisnachlässe hoffen.

Und noch etwas macht es Sparfüchsen schwer. Dieses Jahr wird im September nach zwei Jahren Pause wieder die IAA für PKW stattfinden; deshalb kommen zahlreiche neue Modelle auf den Markt. "Deren moderne, spritsparende Technik ist für die Käufer hochinteressant", sagt Wissmann. "Um sie zu verkaufen, werden die Händler wohl nicht auf außergewöhnliche Marketingmaßnahmen zurückgreifen müssen." Schon jetzt zeigten steigende Lieferfristen und niedrige Lagerbestände, dass die Nachfrage nach Neuwagen anziehe.

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